Blogspiegel & Fahrbericht: 2013 Nissan Leaf Tekna – Test & Video

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Fakten, Fakten, Fakten? 

Nissan Leaf. Wir denken sofort an die deutsche Übersetzung „Blatt“. Und haben folgendes Szenario vor Augen: Blätter an Bäumen rauschend im Wind. Blätter, die geräuschlos zu Boden segeln. Und trockene Herbstblätter, die vom stürmischen Wind aufgewirbelt über den Asphalt kratzen.

Der Nissan Leaf entspricht der ersten und letzten Assoziation. Leise rauschend dank Elektromotor. Und lauter wird es, wenn es draußen ungemütlich ist – die Windgeräusche sind dann nicht zu überhören. Doch wollen wir uns gar nicht lange an der Akustik des 2010 gestarteten und 2013 neu designten Elektrofahrzeugs aufhalten.
Was kann der Nissan Leaf? Mit seinem im Boden platzierten Lithium-Ionen-Akku soll er eine Reichweite von 199 Kilometern schaffen. Seine Antriebsleistung beträgt 80 kw bzw. 109 PS und 280 Nm. Laut Nissan entspricht das der Leistung eines vergleichbaren 1.6-Liter-Benziners. Diese Angaben gelten für alle drei Ausstattungsvarianten Visia, Acenta und Tekna. „Rasant“ kann man damit unterwegs sein, finden wir – vorausgesetzt, wir lassen den Eco-Modus außen vor. Der bremst deutlich aus.

Apropos bremsen: Bei jedem Bremsvorgang wird der Elektromotor zum Generator, der die Batterie auflädt. Um den Akku wieder ganz voll zu machen, gibt es der Möglichkeiten dreierlei: Wenn Nissan eine Ladestation im eigenen Zuhause installiert, lädt der Nissan Leaf in 8 Stunden voll auf. Die LEDs auf dem Armaturenbrett zeigen den Ladestand an. 10 Stunden dauert das Laden an der normalen heimischen 220-V-Steckdose. In zackigen 30 Minuten mithilfe des Schnellladeprogramms an einer Ladestation kann die Batterie von 0 auf 80 Prozent aufgeladen werden. Diese Ladestationen werden auf dem Navi-Bildschirm des Nissan Leafs angezeigt.
Und wir müssen ehrlich sagen: Wir haben uns nicht wirklich getraut, längere Strecken zu unternehmen oder uns von den Ladestationen weiter als nötig zu entfernen. Das ist zu einem großen Teil der Jahreszeit geschuldet. Jetzt im Winter – und bei uns in Bielefeld lag sogar auch etwas Schnee – gab er beim Kaltstart und voll aufgeladen eine Reichweite von 140 Kilometern an, die sich mit dem Aktivieren der Heizung radikal nach unten korrigiert hat.

Letztlich sind wir mit dem Nissan Leaf mit einer vollen Ladung effektiv einmal 70 und einmal 90 Kilometer weit gekommen, mit Restreichweiten von 26 und 10 Kilometern. Das sind natürlich keine repräsentativen Angaben, zeigen aber deutlich, dass an sich tolle Features wie Lenkradheizung, Sitzheizung und Klimaanlage, die unsere getestete Ausstattungsversion Tekna serienmäßig an Bord hat, auch ihren Tribut fordern. So sagt auch Nissan selbst, dass eine gemäßigte Temperatur im Fahrzeuginnenraum helfen kann, die Reichweite zu maximieren. Eine andere besteht darin, den Leaf zu heizen während er an die Ladestation angeschlossen ist. Oder man fährt eben im Eco-Modus.

So ist der Nissan Leaf ist ein ordentliches Elektrofahrzeug, ein kompakter Fünf-Türer mit etwas eigenwilligem Design zwar, aber letztlich ein Auto, das alles hat, was man braucht. Nur eben jetzt in der Winterzeit sollte man sich überlegen, ob man auch alles nutzen sollte.

Text: Sarah Sauer