KFW 440 – Letzte Infos vor dem 24.11.20 – Ablauf und Lieferzeiten – 163 Grad
Ab Dienstag bietet die Bundesregierung eine Förderung von 900 Euro für private Ladestationen an. Die Förderung ist für Wallboxen, die mehr als 900 Euro kosten. Man muss die Förderung vorab reservieren, dann die Wallbox kaufen und die Rechnungen einreichen. Die Förderung ist auf steuerbare Wallboxen beschränkt.
Diese Meinung hat 163 Grad – Oliver Krüger
Die neue KfW-Förderung für private Ladestationen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Elektromobilität. Doch die Umsetzung zeigt Schwächen. Die Förderung von 900 Euro klingt zunächst attraktiv, doch die Bedingungen sind nicht ohne. Die Förderung ist nur für Wallboxen, die mehr als 900 Euro kosten, und diese müssen steuerbar sein. Dies bedeutet, dass viele günstige Modelle ausgeschlossen sind. Zudem ist die Beantragung ein mehrstufiger Prozess: Erst reservieren, dann kaufen und schließlich die Rechnungen einreichen. Dies könnte viele Interessierte abschrecken. Auch die Tatsache, dass die Förderung nur für bestehende Immobilien gilt, könnte potenzielle Antragsteller einschränken. Neubauten sind ausgeschlossen, was in Zeiten des Wohnungsbaubooms unverständlich erscheint. Die steuerbare Wallbox ist ein weiterer Punkt der Kritik. Viele Netzbetreiber sind noch nicht in der Lage, diese Steuerung umzusetzen. Die Förderung setzt also auf eine Technik, die in der Praxis oft noch nicht funktioniert. Trotz dieser Kritikpunkte ist die Förderung ein Schritt in die richtige Richtung. Sie zeigt, dass die Bundesregierung die Elektromobilität ernst nimmt. Doch es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Programme flexibler und einfacher gestaltet werden, um eine breitere Masse zu erreichen.
Quelle: 163 Grad – Oliver Krüger

