Video-Kaufberatung vom 25.03.2026 - Testwagen: 2026 Lotus Emeya 600 GT SE, System-Leistung: 450 KW (603 PS), Maximales System-Drehmoment: 710 Nm, Verbrauch laut Hersteller: 18.7 kWh/100 km, 0 auf 100 km/h: in 4.2 sec, V-Max: 250 km/h, Getriebe: 1-Gang Reduktionsgetriebe, Preis Testwagen: ca. 130.891 Euro

Der Lotus Emeya 600 GT SE ist ein Fahrzeug, das man auf deutschen Straßen derzeit nur äußerst selten zu Gesicht bekommt. Gerade einmal 52 Neuzulassungen gab es 2025 in Deutschland. Genau das macht den großen Elektro GT für viele Interessenten spannend. Während man einem Porsche Taycan oder einem Mercedes EQS mittlerweile regelmäßig begegnet, sorgt der Lotus Emeya fast automatisch für neugierige Blicke. Das liegt nicht nur am extravaganten Design, sondern auch daran, dass Lotus mit diesem Fahrzeug bewusst einen anderen Weg geht. Die Marke verbindet britische Sportwagen Gene mit moderner Elektromobilität aus dem Geely Konzern.

Der hier vorgestellte Testwagen hört auf den vollständigen Namen 2026 Lotus Emeya 600 GT SE. Die Ausstattungslinie GT SE gehört zu den hochwertigeren Varianten des 600er Modells und bringt bereits eine umfangreiche Serienausstattung mit. Wer noch mehr Leistung möchte, kann zum Emeya 900 greifen. Der getestete Emeya 600 richtet sich jedoch eher an Fahrer, die einen luxuriösen Gran Turismo mit hoher Langstreckenkompetenz suchen.

Angetrieben wird der Lotus Emeya 600 GT SE von zwei Elektromotoren. Sowohl an der Vorderachse als auch an der Hinterachse arbeitet jeweils eine Permanentmagnet Synchronmaschine mit identischen Leistungsdaten. Jeder Elektromotor liefert 225 kW beziehungsweise 306 PS und ein maximales Drehmoment von 355 Nm. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 450 kW beziehungsweise 603 PS sowie ein maximales Systemdrehmoment von 710 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 1 Gang Reduktionsgetriebe an alle vier Räder. Der elektrische Allradantrieb sorgt dabei nicht nur für hohe Fahrstabilität, sondern auch für beeindruckende Traktion beim Beschleunigen. Von 0 auf 100 km/h sprintet der Lotus Emeya 600 GT SE in lediglich 4,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Trotz eines Leergewichts von 2.555 Kilogramm wirkt der Lotus bei Beschleunigungsmanövern ausgesprochen energisch. Gerade oberhalb von 70 km/h schiebt der große Elektro GT nochmals deutlich an.

Die Energie liefert ein Akku mit einer nutzbaren Kapazität von 98,9 kWh. Lotus gibt einen WLTP Verbrauch von 18,7 kWh pro 100 Kilometer an. Daraus ergibt sich eine WLTP Reichweite von bis zu 577 Kilometern. Auch beim Laden zeigt sich der Lotus Emeya modern aufgestellt. Wechselstrom lädt das Fahrzeug mit bis zu 11 kW oder optional 22 kW. An einer 11 kW Wallbox dauert ein vollständiger Ladevorgang rund 11 Stunden. Mit 22 kW verkürzt sich die Ladezeit auf ungefähr fünfeinhalb Stunden.

Besonders beeindruckend ist allerdings die maximale DC Ladeleistung. Der Lotus Emeya kann am Schnelllader bis zu 420 kW aufnehmen. Laut Hersteller soll sich der Akku dadurch innerhalb von 15 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen. Der Lotus Emeya ist 5,14 Meter lang und steht mit einer Höhe von lediglich 1,46 Metern ausgesprochen flach auf der Straße. Die Breite beträgt 2,24 Meter inklusive Außenspiegel. Selbst mit angeklappten Spiegeln misst das Fahrzeug noch imposante 2,07 Meter. Der Radstand fällt mit 3,07 Metern äußerst großzügig aus und schafft beste Voraussetzungen für ein üppiges Platzangebot im Innenraum. Gebaut wird der Lotus Emeya in Wuhan in China. Vorgestellt wurde das Fahrzeug erstmals 2023. Seit 2024 ist der große Elektro GT offiziell erhältlich.

Beim Euro NCAP Crashtest lag zum Zeitpunkt dieses Artikels noch kein offizielles Ergebnis vor. Preislich startet der Lotus Emeya in Deutschland ab 107.990 Euro. Der getestete Lotus Emeya 600 GT SE liegt bereits bei einer Basis von 116.990 Euro. Unser Testwagen kam inklusive weiterer Ausstattungen auf einen Preis von ungefähr 130.891 Euro. Wer sich für den Lotus Emeya interessiert und einmal aktuelle Leasing Angebote vergleichen möchte, findet bei LeasingMarkt.de attraktive Konditionen zum Fahrzeug: https://log42.com/l/emeya (Affiliate Link)

Mitbewerber des Lotus Emeya 600 GT SE

Der Lotus Emeya bewegt sich preislich und technisch mitten im Premiumsegment der elektrischen Oberklasse. Entsprechend stark fällt die Konkurrenz aus. Allerdings sollte man erwähnen, dass die nachfolgenden Fahrzeuge lediglich eine selektive Auswahl darstellen. Natürlich gibt es darüber hinaus zahlreiche weitere Mitbewerber. Zu den offensichtlichsten Konkurrenten gehört der Porsche Taycan. Preislich startet der Taycan bei rund 102.600 Euro und spricht eine ähnliche Zielgruppe an. Beide Fahrzeuge setzen auf sportliche Fahrleistungen, hochwertige Innenräume und hohe Ladeleistungen. Während der Porsche Taycan allerdings bereits fest etabliert ist und ein enormes Händlernetz besitzt, punktet der Lotus Emeya vor allem mit seiner Exklusivität.

Ein weiterer Mitbewerber ist der Mercedes EQS. Mit einem Einstiegspreis ab 106.264 Euro positioniert sich auch der EQS direkt im Umfeld des Lotus. Der Mercedes setzt allerdings stärker auf maximalen Komfort und futuristische Technik. Der Lotus wirkt dagegen deutlich emotionaler und fahrerorientierter. Ebenfalls interessant ist der BMW i7. Der große Elektro BMW startet bei rund 115.900 Euro. Besonders bei Komfort, Raumangebot und Langstreckenqualitäten spielt der i7 ganz vorne mit. Der Lotus Emeya wirkt im direkten Vergleich sportlicher und extrovertierter.

Im Alltag fällt der Lotus vor allem durch seine Seltenheit auf. Während man einem EQS, i7 oder Taycan durchaus regelmäßig begegnet, ist der Emeya ein echter Exot. Genau das macht für viele Käufer den besonderen Reiz aus. Auch bei der Ausstattung kann der Lotus überzeugen. Viele Komfortfunktionen, die bei deutschen Premiumherstellern oft teuer extra kosten, bringt der Emeya bereits serienmäßig oder im Rahmen der GT SE Ausstattungslinie mit. Wer eher einen luxuriösen Gran Turismo mit sportlichem Einschlag sucht, sollte den Lotus Emeya definitiv in Betracht ziehen. Wer dagegen maximalen Komfort oder die größte Markenbekanntheit priorisiert, wird eher bei den deutschen Premiumherstellern landen.

Exterieur des Lotus Emeya

Optisch ist der Lotus Emeya ein echtes Statement. Das Fahrzeug wirkt breit, flach und ausgesprochen kraftvoll. Besonders das Heck hinterlässt Eindruck. Dort kombiniert der Emeya eine muskulöse Präsenz mit einem eleganten Limousinencharakter. Unser Testwagen präsentiert sich in der Farbe Akoya Weiß. Je nach Ausstattungslinie stehen unterschiedliche Lackierungen zur Verfügung. In der getesteten GT SE Ausstattungslinie gibt es insgesamt fünf Farben. Lotus bietet den Emeya in Deutschland aktuell in insgesamt fünf Ausstattungslinien an. Die ersten drei Linien basieren auf dem Emeya 600, während die beiden oberen Varianten den leistungsstärkeren Emeya 900 betreffen.

An der Front fallen sofort die dreigeteilten Leuchteinheiten ins Auge. Die oberen schmalen Elemente übernehmen das Tagfahrlicht. Die eigentlichen Matrix LED Scheinwerfer sitzen darunter. Beim Entriegeln begrüßt der Emeya seinen Fahrer zudem mit einer Lichtsequenz. Auch am Heck setzt Lotus auf Showeffekte. Beim Verriegeln und Entriegeln fährt der aktive Heckspoiler kurz aus und wieder ein. Das wirkt modern und sorgt gleichzeitig für Aufmerksamkeit. Der aktive Heckspoiler unterstützt zudem die Aerodynamik bei höheren Geschwindigkeiten und fährt automatisch aus. Serienmäßig rollt der Lotus Emeya bereits auf 21 Zoll Felgen. Optional sind auch 22 Zoll Räder erhältlich. Unser Testwagen steht ebenfalls auf 21 Zoll Felgen.

Vorne kommen Reifen der Dimension 265/40 R21 zum Einsatz. Hinten arbeitet der Emeya sogar mit 305/35 R21 Reifen. Die gelochten Bremsscheiben und roten Bremssättel unterstreichen den sportlichen Anspruch. Besonders spannend ist die Gesamtwirkung des Fahrzeugs. Trotz seiner enormen Größe wirkt der Emeya niemals plump. Vielmehr kombiniert Lotus eine sportliche Dachlinie mit einer eleganten Silhouette. Rahmenlose Scheiben sorgen zusätzlich für einen Hauch Coupé Flair.

Die Lichtsignaturen vorne wie hinten wirken modern und hochwertig. Gleichzeitig hebt sich der Emeya deutlich von vielen anderen Elektrofahrzeugen ab. Während manche Elektroautos eher rundlich und aerodynamisch neutral wirken, setzt Lotus bewusst auf Emotionen. Auf der Straße zieht der Emeya dadurch automatisch Aufmerksamkeit auf sich. Gerade weil das Fahrzeug so selten ist, schauen viele Menschen genauer hin. Wer auffallen möchte, fährt mit dem Lotus Emeya definitiv kein langweiliges Auto.

Ausstattung Interieur des Lotus Emeya

Materialanmutung

Im Innenraum zeigt der Lotus Emeya, dass er klar im Premiumsegment unterwegs ist. Bereits beim ersten Einsteigen fallen die hochwertigen Materialien auf. Das Armaturenbrett ist großflächig mit Leder bezogen. Hinzu kommen Carbon Elemente beziehungsweise Carbonoptik Einsätze, die dem Innenraum einen sportlichen Charakter verleihen. Auch die Türen sind aufwendig gestaltet. Im oberen Bereich findet sich Leder, ergänzt durch Mikrofaser Oberflächen und weiche Kunststoffe. Selbst die Türtaschen sind mit weichen Materialien ausgekleidet. Die Ambientebeleuchtung zieht sich elegant durch den Innenraum und sorgt besonders nachts für eine angenehme Atmosphäre. Die A Säulen und der Dachhimmel sind mit Mikrofaser bezogen. Dadurch entsteht ein hochwertiger Gesamteindruck. Das Lenkrad ist ebenfalls mit Leder bezogen und perforiert ausgeführt. Eine silberne 12 Uhr Markierung unterstreicht den sportlichen Anspruch. Viel Carbon im Innenraum sorgt zusätzlich für ein modernes Ambiente. Besonders auffällig sind die großflächigen Dekorelemente rund um Mittelkonsole und Türen. Ein kleiner Diskussionspunkt bleiben die Lautsprecherabdeckungen des KEF Soundsystems. Je nach Geschmack wirken diese entweder futuristisch und edel oder etwas verspielt. Insgesamt liefert Lotus im Innenraum jedoch ein sehr hochwertiges Gesamtbild ab.

Ergonomie

Das Cockpit des Lotus Emeya wirkt modern und aufgeräumt. Vor dem Fahrer sitzt ein schmales digitales Display, das alle wichtigen Informationen übersichtlich darstellt. Dazu gehören Geschwindigkeit, Reichweite, Tempolimits, Rekuperation und Assistenzsysteme. Zusätzlich verfügt der Lotus über ein großes Head up Display, das Informationen direkt ins Sichtfeld projiziert. Das zentrale Infotainmentdisplay misst beeindruckende 15,1 Zoll. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren kabellos und werden großflächig dargestellt. Die wichtigsten Fahrzeugfunktionen sind dauerhaft in einer unteren Bedienleiste erreichbar.

Viele Funktionen laufen allerdings über das Touchdisplay. Dazu gehören Klimatisierung, Sitzfunktionen oder Fahrzeugsettings. Das Lenkrad bietet mehrere Wippen und Bedienelemente. Darüber lassen sich Rekuperationsstufen, Fahrmodi, Lautstärke oder der adaptive Tempomat steuern. Besonders praktisch ist die elektrische Lenkradverstellung. Die Türöffner arbeiten elektrisch. Nach dem Drücken fährt die Scheibe leicht herunter und die Tür öffnet automatisch. Die Sitzsteuerung lässt sich sowohl klassisch über Tasten am Sitz als auch über das Infotainment bedienen. Das Glasdach kann elektronisch zwischen klar und milchig umgeschaltet werden. Das Smartphone wird induktiv geladen. Dank Belüftungsschlitz bleibt das Gerät dabei angenehm temperiert. Im Alltag zeigt sich das Bedienkonzept insgesamt modern. Manche Funktionen benötigen allerdings etwas Eingewöhnung.

Ablagen

Beim Thema Ablagen bietet der Lotus Emeya solide Lösungen. Die Türtaschen fallen vorne eher schmal aus. Kleine Flaschen lassen sich unterbringen, perfekt darauf ausgelegt wirken die Fächer jedoch nicht. Unterhalb der Mittelkonsole gibt es ein großes offenes Ablagefach mit Mikrofaser Auskleidung und Ambientebeleuchtung. Zwei Getränkehalter sitzen zentral in der Mittelkonsole. Diese verfügen über variable Abstandshalter. Unter der Armauflage verbirgt sich ein weiteres Staufach. Zusätzlich befinden sich dort zweimal USB C sowie ein 12 Volt Anschluss. Das Handschuhfach bietet überraschend viel Platz und nimmt sogar DIN A4 Unterlagen auf. Im Fond finden sich weitere Ablagen in den Türen sowie kleine Taschen an den Sitzlehnen. Insgesamt wirkt der Innenraum eher luxuriös als maximal praktisch. Für den Alltag reicht das Ablagenangebot aber vollkommen aus.

Soundsystem

Im Lotus Emeya arbeitet ein Premium Soundsystem von KEF. Das System liefert einen kräftigen Klang mit sauber differenzierten Höhen und Mitten. Der Bassbereich fällt ordentlich aus, könnte für manche Geschmäcker allerdings noch etwas druckvoller sein. Über das Infotainment lassen sich verschiedene Klangmodi und Equalizer Einstellungen auswählen. Besonders angenehm wirkt das Soundsystem auf langen Autobahnfahrten. Zusammen mit der guten Geräuschdämmung entsteht ein hochwertiges Klangerlebnis. Zwar erreicht das KEF System laut Testeindruck nicht ganz das Niveau absoluter Spitzenanlagen wie eines großen Burmester Systems, dennoch spielt es auf sehr hohem Niveau.

Sitze

Die Sitze gehören klar zu den Highlights des Lotus Emeya. Sie kombinieren Leder und Mikrofaser und sind perforiert ausgeführt. Sitzheizung, Sitzbelüftung und Massagefunktion gehören zur Ausstattung. Die Massage arbeitet als echte Druckpunktmassage und läuft bis zu 18 Minuten. Besonders angenehm ist die automatische Anpassung der Sitzwangen im Sportmodus. Dadurch verbessert sich der Seitenhalt deutlich. Die Sitze bieten generell hohen Komfort und eignen sich hervorragend für lange Strecken. Lediglich die Sitzheizung dürfte für manche Fahrer etwas intensiver arbeiten. Insgesamt verbindet Lotus hier erfolgreich Sportlichkeit mit Langstreckenkomfort.

Platzangebot und Ausstattung im Fond des Lotus Emeya

Der lange Radstand von 3,07 Metern sorgt im Fond grundsätzlich für großzügige Platzverhältnisse. Selbst hinter einem auf 1,80 Meter eingestellten Fahrersitz bleibt enorm viel Beinfreiheit. Auch die Kopffreiheit fällt trotz der flachen Dachlinie ordentlich aus. Die Rücksitze lassen sich elektrisch in der Lehnenneigung verstellen. Dadurch entsteht ein angenehmer Lounge Charakter. Die Kopfstützen sind ebenfalls verstellbar. Weniger gelungen ist allerdings der Raum unter den Vordersitzen. Die Füße lassen sich kaum darunter schieben. Die Materialqualität im Fond entspricht weitgehend dem hochwertigen Niveau der Front. Auch hinten finden sich Leder, Mikrofaser und Ambientebeleuchtung. Zwischen Glasdach und Seitenscheibe sitzen Haltegriffe und Kleiderhaken.

Die Passagiere im Fond erhalten zudem eigene Klimazonen. Gesteuert wird vieles über ein kleines Touchdisplay in der Mittelkonsole. Darüber lassen sich unter anderem Klima, Audio und Dachfunktionen bedienen.

Zwei USB C Anschlüsse stehen ebenfalls bereit. Die Mittelarmlehne fällt angenehm breit aus und integriert zwei Getränkehalter. Isofix Befestigungen sind vorhanden und hinter kleinen Klappen versteckt. Das Glasdach bringt viel Licht in den Innenraum. Komplett verdunkeln lässt es sich allerdings nicht. Stattdessen kann die Scheibe elektronisch milchig geschaltet werden. Insgesamt bietet der Lotus Emeya im Fond ein luxuriöses Reisegefühl.

Alles zum Kofferraum vom Lotus Emeya

Auch beim Thema Gepäckraum zeigt sich der Lotus Emeya erstaunlich praktisch. Das Kofferraumvolumen beträgt 509 Liter. Wer die Rücksitze umklappt, erweitert das Ladevolumen auf bis zu 1.388 Liter. Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 60 zu 40 umklappen. Die Entriegelung erfolgt bequem von der Seite des Kofferraums. Eine vollständig ebene Ladefläche entsteht dabei allerdings nicht. Stattdessen bleibt eine deutliche Stufe bestehen.

Der Kofferraum selbst wirkt hochwertig verarbeitet. Unter dem Ladeboden befindet sich ein zusätzliches Fach für Warndreieck, Verbandskasten oder Reifenreparaturset. Zurrösen aus Metall erleichtern die Ladungssicherung. Ein 12 Volt Anschluss ist ebenfalls vorhanden. Der Sichtschutz lässt sich einfach herausnehmen. Die elektrische Heckklappe kann über mehrere Wege geöffnet werden. Neben einem Taster am Fahrzeug stehen auch Bedienmöglichkeiten im Infotainment sowie per Schlüssel zur Verfügung.

Zusätzlich besitzt der Lotus Emeya einen Frunk unter der Fronthaube. Dort findet problemlos das Typ 2 Ladekabel Platz. Die Zuladung unseres Testwagens beträgt 545 Kilogramm. Optional ist eine Anhängerkupplung erhältlich. Gebremste Anhänger dürfen bis zu 2.250 Kilogramm wiegen. Ungebremst sind 750 Kilogramm erlaubt. Damit zeigt sich der Lotus Emeya durchaus alltagstauglich.

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Fahreindruck Lotus Emeya

Der Lotus Emeya hinterlässt auf der Straße einen ganz eigenen Eindruck. Bereits beim ersten kräftigen Beschleunigen wird klar, dass hier enorme Leistungsreserven vorhanden sind. Dank Allradantrieb bringt der Emeya seine 603 PS souverän auf die Straße. Das Fahrzeug beschleunigt extrem kraftvoll und schiebt besonders oberhalb von 70 km/h nochmals deutlich an. Der Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden fühlt sich absolut glaubwürdig an.

Dabei wirkt die Kraftentfaltung jederzeit souverän. Interessant ist vor allem die Kombination aus hoher Leistung und enormem Gewicht. Mit 2.555 Kilogramm Leergewicht gehört der Emeya definitiv zu den schweren Fahrzeugen. Trotzdem vermittelt der Lotus erstaunlich viel Fahrdynamik. Besonders auf der Autobahn fühlt sich der Emeya zuhause. Hohe Geschwindigkeiten meistert der große Elektro GT äußerst stabil. Selbst jenseits der 200 km/h bleibt das Fahrzeug ruhig und souverän.

Das Fahrwerk basiert auf einer Luftfederung. Diese filtert Unebenheiten ordentlich weg, bleibt insgesamt aber eher sportlich abgestimmt. Komfortorientierte Fahrer könnten sich noch etwas mehr Sanftheit wünschen. Zusammen mit den komfortablen Sitzen und der Massagefunktion entsteht dennoch ein sehr angenehmes Langstreckenfahrzeug. Auf kurvigen Landstraßen zeigt sich dagegen das hohe Gewicht. Der Lotus lässt sich zwar präzise bewegen, wirkt aber weniger verspielt als kleinere Sportwagen. Der Fokus liegt klar auf schnellem und entspanntem Reisen.

Die Lenkung arbeitet präzise und sportlich. Auch die verschiedenen Fahrmodi beeinflussen Charakteristik und Fahrzeughöhe. Im Range Modus fährt der Lotus komfortabler und effizienter. Im Sportmodus reagiert der Emeya deutlich direkter. Die Sitzwangen straffen sich dabei automatisch.

Beim Verbrauch zeigte sich der Lotus im Test unterschiedlich effizient. Auf Landstraßen waren rund 22 kWh pro 100 Kilometer realistisch. Bei Autobahntempo 130 lag der Verbrauch eher bei 26 kWh. Wer häufig schnell fährt, bewegt sich schnell im Bereich um 30 kWh pro 100 Kilometer. Die enorme Ladeleistung entschärft diesen Verbrauch allerdings spürbar. Besonders positiv fällt die Geräuschdämmung auf.

Der Lotus verfügt über Doppelverglasung und bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten angenehm ruhig. Windgeräusche sind zwar vorhanden, werden aber nie störend. Bei 160 km/h kann man sich weiterhin problemlos unterhalten. Die Bremsanlage verzögert stark, das Pedalgefühl wirkt allerdings etwas weich. Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert das Bremssystem jedoch überzeugend. Insgesamt fährt sich der Lotus Emeya weniger wie ein kompromissloser Sportwagen und mehr wie ein luxuriöser Gran Turismo. Genau darin liegt auch seine Stärke.

Assistenzsysteme

Der Lotus Emeya bringt eine umfangreiche Palette moderner Assistenzsysteme mit. Der adaptive Tempomat arbeitet souverän und hält zuverlässig Abstand zum Vordermann. Zusätzlich unterstützt ein aktiver Spurhalteassistent den Fahrer. Selbst auf Autobahnkurven hält das System den Lotus sauber in der Spur. Der Totwinkelassistent warnt frühzeitig vor Fahrzeugen im seitlichen Bereich. Auch die Verkehrszeichenerkennung funktionierte im Test überwiegend zuverlässig.

Typisch moderne Elektroautos meldet sich auch der Lotus gelegentlich akustisch zu Wort. Insgesamt bleibt das System jedoch angenehm zurückhaltend. Eine 360 Grad Kamera erleichtert das Rangieren. Besonders praktisch ist die Zentimeteranzeige der Parksensoren. Die Kamerabilder bieten eine gute Übersicht. Zusätzlich verfügt der Lotus über einen Parkassistenten. Das große Head up Display bindet viele Informationen elegant ins Sichtfeld ein. Dazu gehören unter anderem erkannte Fahrzeuge und Tempolimits. Im Alltag ergibt sich dadurch ein modernes und komfortables Fahrerlebnis.

Fazit der Kaufberatung des Lotus Emeya

Der Lotus Emeya 600 GT SE ist ein außergewöhnliches Fahrzeug. Er kombiniert britisches Markenimage mit moderner chinesischer Elektroplattform und liefert dabei ein Erlebnis, das sich deutlich von vielen etablierten Premiumherstellern abhebt.

Besonders beeindruckend sind die enorme Ladeleistung, die hohe Fahrstabilität bei Autobahntempo und das luxuriöse Interieur. Die Sitze gehören klar zu den Stärken des Fahrzeugs. Auch die Materialqualität und die moderne Technik überzeugen. Hinzu kommt die enorme Exklusivität. Mit nur wenigen zugelassenen Fahrzeugen in Deutschland fährt man den Emeya definitiv nicht an jeder Ecke. Optisch zieht der Lotus viel Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeitig bietet das Fahrzeug eine hohe Alltagstauglichkeit mit großem Kofferraum, Frunk und ordentlichem Raumangebot.

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte. Das hohe Gewicht bleibt spürbar. Auf engen Landstraßen wirkt der Lotus weniger verspielt als klassische Sportwagen. Die Bedienung vieler Funktionen über das Touchdisplay benötigt Eingewöhnung. Und bei Preisen jenseits der 130.000 Euro konkurriert der Emeya direkt mit etablierten Luxusmodellen deutscher Premiumhersteller.

Trotzdem schafft Lotus hier ein spannendes Gesamtpaket. Der Emeya ist kein Fahrzeug für Menschen, die möglichst unauffällig unterwegs sein möchten. Wer dagegen einen luxuriösen Elektro GT mit hoher Exklusivität, starker Performance und modernster Technik sucht, sollte sich den Lotus Emeya definitiv genauer anschauen. Wenn Du noch einmal schnell die aktuellen LeasingMarkt.de Angebote zum Lotus Emeya prüfen möchtest, findest Du diese hier: https://log42.com/l/emeya (Affiliate Link)

Unterm Strich ist der Lotus Emeya 600 GT SE vor allem eines: ein faszinierender Elektro Gran Turismo mit Charakter.

Jan 'Kann man machen' Gleitsmann

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