Wer beim BMW M2 Coupé (G87) zuerst an Driftwinkel, Donuts und permanente Querfahrten denkt, bekommt hier direkt den Realitätscheck: Ich habe mir den 2026 BMW M2 Coupé M Steptronic (G87) ganz bewusst als Daily angeschaut. Also so, wie man ihn an 99 von 100 Tagen wirklich nutzt. Mit Sitzkomfort, Kofferraum, Bedienung, Reichweite und der Frage, ob man morgens in der Nachbarschaft noch gegrüßt wird, nachdem man den Reihensechser gestartet hat.
Der von mir gefahrene Testwagen heißt vollständig 2026 BMW M2 Coupé M Steptronic (G87), kurz einfach BMW M2 Coupé. Unter der Haube arbeitet der BMW S58 als 3,0 Liter Reihensechszylinder Turbobenziner. Die Eckdaten sind klar und ziemlich ernst zu nehmen: 480 PS (353 kW) und 600 Nm maximales Drehmoment, das zwischen 2.700 und 5.620 U/min anliegt. Angetrieben wird ganz klassisch die Hinterachse, also Heckantrieb, kombiniert mit dem Sport Automatic Getriebe Steptronic.
Aus dem Stand auf 100 km/h geht es in 4,0 Sekunden. Wer auf der linken Spur gern den Satz „ich war doch gerade erst bei 80“ sagt, wird sich über die Endgeschwindigkeit freuen: Serie sind 250 km/h, mit dem Driver Package geht es bis 285 km/h. Das ist dann die Art von Tempo, bei der man plötzlich sehr religiös wird, sobald irgendwo „Baustelle in 800 m“ steht.
Bei den Abmessungen ist der BMW M2 (G87) sehr konkret: 4,58 m Länge, 1,89 m Breite (mit Außenspiegeln 2,07 m), 1,40 m Höhe und ein Radstand von 2,75 m. Der Wendekreis liegt bei 11,90 m. Dazu kommt eine Bodenfreiheit von 123 mm. Das Leergewicht beträgt 1.805 kg und ja, ich habe das Fahrzeug sogar auf die Waage gestellt: Das tatsächliche Gewicht lag bis auf rund 10 kg sehr nah an der Herstellerangabe. Das ist mal eine angenehm unspektakuläre Überraschung.
Wichtig für die Einordnung: Der BMW M2 ist die spezielle Version des 2er Coupé (Baureihe G42) und tritt als Coupé auf. Ob man ihn eher kompakt oder schon Mittelklasse nennt, ist Geschmackssache. Unstrittig ist: Er ist kompakt genug für die Stadt und ernst genug für die Landstraße.
Auch ein paar harte Fakten rund um das „Drumherum“ sind bekannt. Der BMW M2 (G87) wurde bereits 2022 neu vorgestellt und hat 2024 ein kleines Facelift bekommen. Gebaut wird das Fahrzeug in Mexiko. Und beim Euro NCAP Crashtest gab es vier von fünf Sternen, also vier Sterne.
Beim Facelift wurden ein paar Punkte nachgeschärft: 20 PS mehr Leistung, das Getriebe schaltet schneller, im Interieur gibt es ein neues Lenkrad mit 12 Uhr Markierung, das Infotainment wurde auf Version 8.5 gehoben, und es kam eine neue Farbe dazu, die ich persönlich extrem stark finde: Sao Paulo Gelb.
Kommen wir zum Geld, denn auch das gehört zu einer Neuwagen Kaufberatung für das BMW M2 Coupé. Der Basispreis des BMW M2 (G87) liegt bei 77.500 Euro. Mein Testwagen lag preislich bei ca. 93.320 Euro. Wenn du dir nach dem Lesen direkt mal einen Überblick verschaffen willst, welche Konditionen gerade so im Markt kursieren: Die aktuellen Leasing Angebote zum BMW M2 (G87) findest du hier: https://log42.com/l/m2 (Affiliate-Link). Und wenn dich interessiert, wie genau mein Auto zusammenkonfiguriert war: Die Konfiguration des Testwagens als PDF ist hier hinterlegt: https://ausfahrt.tv/wp-content/uploads/2026/01/bmw_m2_configurator.pdf
Noch ein Punkt, der im Alltag schnell relevant wird: Der Tank fasst 52 Liter. Auf dem Papier steht der WLTP Verbrauch mit 9,70 l/100 km (Super Plus), der CO2 Ausstoß liegt bei 220 g/km. Im echten Leben, bei winterlichen Temperaturen um 0 Grad und einer Fahrt von München Richtung Bielefeld mit Tempo 130 bis 150, stand bei mir am Ende 11,4 l auf der Uhr. Ab Werk waren 12,1 l gespeichert, und nach ein paar sportlicheren Einlagen ging es Richtung 13,3 l. Das ist nichts, was man schönreden muss, aber es ist auch genau das, was man bei 480 PS und Alltagseinsatz realistisch erwarten darf.
Mitbewerber des BMW M2 Coupé
Der BMW M2 Coupé (G87) ist in seiner Kombination aus kompaktem Coupé Format, Leistung, Heckantrieb und Alltagstauglichkeit ein ziemlich eigenständiges Angebot. Trotzdem gibt es natürlich Mitbewerber, auch wenn sie nicht alle exakt in dasselbe Raster passen. Und wichtig: Die nachfolgend genannten Fahrzeuge sind nur eine selektive Auswahl. Es gibt selbstverständlich zahlreiche weitere Mitbewerber, je nachdem, ob man stärker nach Preis, Konzept, Antrieb oder Karosserieform sortiert.
Aus meiner Sicht tauchen in der engeren Betrachtung unter anderem diese Kandidaten auf:
Die Audi RS3 Limousine liegt in der Basis bei 68.800 Euro. Konzeptuell ist das Ding spannend, aber eben mit Allrad und damit vom Fahrgefühl her eine andere Welt als der heckgetriebene BMW M2.
Der Mercedes A45 S spielt ebenfalls in der Liga „sehr schnell, sehr allradig“, ist aber als Gesamtkonzept noch mal anders positioniert. Ein CLA ist laut meinem Stand hier nicht mehr verfügbar.
Wer unbedingt ein Coupé Badge möchte, könnte auf ein Mercedes AMG CLE 53 Coupé schauen, Basispreis laut meiner Angabe 85.23. Preislich passt das eher Richtung M2, aber auch hier ist das Gesamtpaket nicht eins zu eins vergleichbar.
Und wenn du sagst, „komm, wenn schon, denn schon“, dann gibt es auch die echte Sportwagen Ecke: Der Lotus Emira startet bei 97.500 Euro. Dazu die Alpine A110 ab 66.300 Euro, die als Fahrmaschine einen ganz eigenen Reiz hat.
Unterm Strich: Der BMW M2 Coupé (G87) sitzt zwischen den extremen Kompakt Raketen mit Allrad und den kompromissigeren Sportwagen. Genau da entsteht die Nische, in der er für viele spannend wird.
Exterieur
Beim Exterieur des BMW M2 Coupé (G87) ist die Mission klar: breite Backen, sportliche Details und sichtbar Technik. Und ja, ich meine wirklich sichtbar. Gerade die ausgestellten hinteren Radhäuser sind so präsent, dass du sie permanent im Außenspiegel siehst. Das macht etwas mit einem. Meistens lächelt man. Manchmal auch, obwohl man eigentlich im Stau steht.
Den BMW M2 gibt es in zwei Ausstattungslinien: einmal als M2 und zusätzlich als CS. Daneben existiert das zivile 2er Coupé mit anderen Motorisierungen, dort dann auch als M Sportpaket und M Sportpaket Pro. Und in der Familie steht außerdem der M240i, den viele als „komfortabel, aber trotzdem sportlich“ einordnen.
Bei der Lichttechnik gilt: Alle M Modelle kommen mit Voll LED Scheinwerfern. Mein Testwagen hatte die adaptiven LED Scheinwerfer, optional, quasi „Matrix LED“. Im Alltag ist das nicht nur ein Häkchen in der Liste, sondern gerade bei Nachtfahrten ein echtes Plus.
Bei den Rädern ist die Basis beim BMW M2 vorne 19 Zoll, hinten 20 Zoll. Ich war im Winter unterwegs, deshalb standen bei mir 19 Zoll rundum auf dem Auto. Dazu kommen die ordentlichen Scheibenbremsen und bei meinem Wagen die optionalen roten Bremssättel. Und ja, auch hinten sind die Scheiben gelocht.
Kleine Details, die man im Alltag häufiger wahrnimmt als man denkt, sind zum Beispiel die Spiegel. Dieser M Spiegel ist so ein Teil, das man nicht braucht, aber jedes Mal gern sieht. Ähnlich verhält es sich mit dem Heck: Voll LED Rückleuchten, ein kleiner Heckkanten Spoiler und die vierflutige Auspuffanlage, die optisch sehr gut zum Gesamtautritt passt.
Apropos Auspuff: Das klingt nett, aber hat einen Mini Haken. Wenn du morgens in einer ruhigen Nachbarschaft startest, dreht der BMW M2 kurz hoch und ist dabei ziemlich präsent. Das ist genau der Moment, in dem du entweder sehr selbstbewusst oder sehr schnell aus der Einfahrt bist.
Zur Farbpalette: Den BMW M2 Coupé (G87) kannst du in zehn unterschiedlichen Farben konfigurieren. Mein Testwagen war lackiert in BMW Individual Frozen Portimao Blau metallic, also Portimao Blau in satiniert. Für mich wirkt das nicht wie „matt um jeden Preis“, sondern eher wie ein sehr edler Satin Look. Trotzdem sage ich offen: Beim M2 finde ich hellere Farben wie ein helles Blau oder das neue Sao Paulo Gelb oft noch stimmiger. Selbst Weiß würde ich hier nehmen, weil die Karosserieformen dann richtig „zeichnen“.
Ausstattung Interieur
Materialanmutung
Innen empfängt dich der BMW M2 Coupé wie ein Statement. Bei meinem Testwagen war das, ich sage es wie es ist, ein kleines Carbon Gedicht. Auf den ersten Blick wirkt es fast überfrachtet, weil so viel passiert. Aber sobald du ein paar Kilometer gefahren bist, merkst du: Viel davon ist nicht Deko, sondern Bedienung, Struktur und Fahrerorientierung.
Im Materialcheck zeigt sich ein recht konsequenter Mix: oben am Dashboard findest du weiche Materialien, nur die Umrandung des Head up Displays ist härter. Das weiche Material zieht sich breit übers Cockpit, dazu kommen Carbon Flächen und Übergänge Richtung Aluoptik an den Luftdüsen. Unterhalb der Carbon Bereiche sitzt wieder weiches Material, sogar das Handschuhfach wirkt für mich so, als wäre es mit weicher Oberfläche ausgekleidet.
In den Türen geht es ähnlich weiter: weiche Werkstoffe, bei Kälte naturgemäß etwas härter, dazu Kunstleder und Ambient Light Elemente. Unten in der Tür taucht dann der erste klar harte Werkstoff auf.
Auch im Fußraum: viel Teppich, harte Kunststoffe an bestimmten Stellen, aber insgesamt fühlt sich das nicht billig an, sondern eher „sportlich robust, aber edel“.
A Säule ist mit Stoff bezogen, ebenso der Himmel, und ich spüre dort eine leichte Unterschäumung. Das sind die Details, die du nicht fotografierst, aber die sich im Alltag angenehm anfühlen.
Ergonomie
Beim Facelift kam das neue Lenkrad, inklusive roter 12 Uhr Markierung und Kontrastnaht in BMW Farben. Dazu passende Schaltwippen, die nicht nur optisch präsent sind, sondern auch praktisch. Denn wenn du einmal mit ordentlichen Wippen gearbeitet hast, fragst du dich bei anderen Autos wirklich, wie man mit diesen winzigen Plättchen leben soll.
Wichtig: BMW setzt hier weiterhin stark auf echte Tasten und einen klassischen Bedienmix. Tempomat wird über Tasten und Wippe gesteuert, auf der anderen Seite am Lenkrad kannst du Cockpit und Infotainment beeinflussen. Dazu die beiden roten M Tasten für gespeicherte Fahrzeug Setups, die du im Alltag schneller liebst als gedacht. Einmal „zivil“, einmal „Sport“, und der BMW M2 Coupé kann in Sekunden den Charakter wechseln.
Der Gangwahlhebel ist die bekannte BMW Lösung: nach rechts in Drive oder Sport, hoch runter für Gänge, nach links in Neutral und weiter in Rückwärtsgang, Parken per Taste. Dazu gibt es eine Anzeige, die dir über kleine Symbole darstellt, wie aggressiv schnell das Getriebe schaltet.
Besonders dankbar war ich für die echten Tasten im Bereich der Mittelkonsole: Warnblinker, Gebläse Funktionen, Lautstärke Drehregler, Skip Tasten. Die Klimasteuerung ist im Display integriert, aber die Bedienung bleibt insgesamt gut beherrschbar.
Und weil es im Alltag zählt: Apple CarPlay und Android Auto sind drahtlos nutzbar. Das Handy liegt unten in der induktiven Ladeschale, wird geladen, dazu gibt es einen USB Anschluss und einen 12 Volt Anschluss. Unter der Armablage steckt noch ein USB C Anschluss.
Ablagen
Bei den Ablagen ist der BMW M2 Coupé kein Raumwunder, aber alltagstauglich organisiert.
In der Türtasche passt bei mir eine 0,5 Liter Flasche gut rein. Ich würde sagen, auch größere Flaschen bis rund 1 bis 1,5 Liter gehen. Dazu ein bisschen Platz für Kleinkram, Warnwesten, Ladekabel oder was man eben so im Alltag mitschleppt.
In der Mittelkonsole gibt es zwei Getränkehalter mit Abstandshaltern, in denen die Flasche stabil sitzt. Die Armablage klappt hoch und darunter liegt ein rutschfest ausgekleidetes und beleuchtetes Staufach. Das Handschuhfach bietet neben Bordmaterial noch spürbar Platz und ist ebenfalls beleuchtet.
Klassiker, aber wichtig: In beiden Sonnenblenden gibt es beleuchtete Make up Spiegel, vorn Leseleuchten für Fahrer und Beifahrer.
Soundsystem
Mein Testwagen hatte das optionale Harman Kardon Premium Soundsystem. Und ich sage es so, wie ich es empfunden habe: In einem sportlichen Auto erwartet man oft nicht viel, weil man ohnehin eine permanente Geräuschkulisse hat. Umso schöner, dass das System wirklich Spaß macht.
Ich gebe dem System eine solide Schulnote 2. Höhen und Mitten wirken ausgewogen, Bass ist vorhanden. Logic 7 Surround kann man sogar eingeschaltet lassen, ohne dass es künstlich wird. Kritikpunkt: Ich vermisse eine echte Mittenregelung, es gibt primär Höhen und Bass, und das ist ein bisschen schade. Trotzdem würde ich es für den Daily Einsatz definitiv wieder konfigurieren, vor allem für längere Strecken.
Sitze
Die Carbonschalensitze sind für mich eines der Highlights im BMW M2 Coupé (G87). Optisch ein Brett, aber entscheidend ist: Sie sind auch wirklich komfortabel, wenn du einmal drin sitzt.
Ja, das Einsteigen ist bei mir ein kleines Theaterstück, weil der Abstand zwischen Lenkrad und Sitzwange nicht riesig ist. Ich muss mich da etwas reinschälen. Aber wenn du drin bist, sitzt du wie angegossen. Und falls es nicht perfekt passt, kannst du die Sitzwangen sogar verstellen, enger oder weiter. Dazu kommt die normale elektrische Sitzverstellung inklusive Lehnenverstellung, und das gilt für Fahrer und Beifahrer.
Ich bin mit dem BMW M2 eine Strecke von rund 600 km am Stück gefahren und bin ohne Rückenprobleme ausgestiegen. Das hätte ich bei diesen Sitzen, rein vom Anblick her, nicht zwingend erwartet. Im Gegenteil, das war eine sehr positive Überraschung.
Materialseitig: Sitzfläche beledert, außen Alcantara an den Wangen, plus BMW Farben als Akzent. Und ja, der kleine Spruch muss sein: Ich habe erst gar nicht gesehen, dass die Sitze Löcher haben. Dürften eigentlich nur die Hälfte kosten. Kleiner Witz. Große Sitze.
Platzangebot und Ausstattung im Fond des BMW M2 Coupé
Hinten wird es beim BMW M2 Coupé (G87) naturgemäß deutlich spezieller. Einstieg: Du klappst den Sitz über eine Schlaufe um, der Sitz fährt elektrisch ein Stück nach vorn beziehungsweise hilft beim Zugang, und du kannst erstaunlich gut zusteigen.
Ich bin 1,80 m groß, der Fahrersitz war auf mich eingestellt. Ergebnis: Kopfkontakt ist möglich. Ich stoße oben an, wenn ich nicht sehr bewusst „in den Sitz reinrutsche“. Gerade so geht es, aber bequem ist anders. Beinfreiheit: Ich habe tatsächlich noch ein bisschen Beinfreiheit und kann die Füße unter den Sitz schieben, obwohl der Sitz in der tiefsten Position war.
Für kurze Strecken funktioniert das, für längere Fahrten hängt es massiv davon ab, wie der Fahrer fährt und wie geduldig der Beifahrer im Fond ist. Wenn vorne sportlich gefahren wird, wünscht man sich hinten schnell eine eigene Orthopädie Hotline.
Ausstattung im Fond: An der B Säule gibt es einen Kleiderhaken. Beide Plätze haben eine kleine Armauflage. Es gibt Leseleuchten. In der Mitte: zwei Luftausströmer und darunter eine rutschfeste Ablage.
Praktisch wichtig: Es gibt Isofix Halterungen, die hinter Klappen sitzen, die am Fahrzeug verbleiben. Die Gurtpeitschen sind starr, Kinder könnten sich grundsätzlich selbst anschnallen. Aber der Kindersitz Alltag ist beim BMW M2 Coupé tricky, weil der Vordersitz recht weit nach hinten ragt. Wenn du eine Isofix Basis mit Stützbein nutzt, kommst du vorn nicht mehr sinnvoll zurück. Dazu müssen Kinder ja auch ihre Beine irgendwo lassen. Heißt: Für Kinder geht es, aber es ist nicht die Paradedisziplin dieses Autos.
Die Mittelarmlehne lässt sich umklappen, bietet aber im Kern eine Durchlade nach vorn. Zusätzliche Fond Features sind dort nicht hinterlegt.
Alles zum Kofferraum vom BMW M2 Coupé
Der Kofferraum ist für mich bei einem Daily Sportcoupé ein Schlüsselthema. Und hier liefert der BMW M2 Coupé (G87) eine klare, alltagstaugliche Basis. Das Ladevolumen beträgt 390 Liter. Eine elektrische Heckklappe gibt es nicht. Per Funkschlüssel wird der Kofferraum lediglich entriegelt. Zum Öffnen musst du selbst ran und du brauchst sogar ein bisschen Kraft, damit die Klappe richtig aufschwingt.
Im Kofferraum findest du direkt das Warndreieck. Es gibt Griffschalen als Zuziehhilfe. Links befindet sich ein Fach, das mit einem Netz abgetrennt ist, das Netz kann man auch herunterziehen. Dort sitzt außerdem das Tire Kit, an einer extra Zurröse befestigt. Zusätzlich gibt es auf beiden Seiten Zurrösen, links und rechts, und weitere Zurrpunkte weiter vorn. Auf einer Seite gibt es einen Plastik Haken. Beleuchtung ist vorhanden.
Der Boden ist nicht dafür gedacht, regelmäßig hochgenommen zu werden. Wenn du es trotzdem machst, siehst du darunter die Batterie.
Entscheidend: Die Rücksitzbank ist umklappbar, im Verhältnis 40:20:40. Die Umwerfer sitzen im Kofferraum an den Seiten. Wenn du die Hebel ziehst, passiert erst mal nicht viel, du musst hinten noch nachhelfen. Klappt dann aber und du kannst die 60 Prozent und 40 Prozent entsprechend nutzen.
Zur Zuladung gibt es konkrete Zahlen: 350 kg darfst du beim Testwagen zuladen. Dazu kommt, dass 75 kg, die im Leergewicht eingerechnet sind, noch obendrauf gerechnet werden können. In Summe kommst du so auf 425 kg. Die Dachlast liegt bei 75 kg. Eine Anhängerkupplung ist nicht vorgesehen.
Für mich ergibt sich daraus: Der BMW M2 Coupé ist als Daily absolut nutzbar. Du wirst keinen Umzugsservice eröffnen, aber du bekommst den Alltag organisiert, inklusive Einkauf, Gepäck und einer Portion Vernunft. Und wenn du es genau wissen willst: Ich habe dazu sogar einen eigenen Kofferraum Check gedreht, inklusive Ausmessen und Beladung mit diversen Gegenständen bis hin zu einem Kinderwagen. Im Alltag hilft so etwas, weil man ein Gefühl bekommt, was wirklich reinpasst.
Fahreindruck BMW M2 Coupé
Der wichtigste Punkt gleich zu Beginn: Der BMW M2 Coupé (G87) ist nicht nur Sportgerät, sondern kann im Alltag wirklich angenehm sein. Und zwar nicht im Sinne von „Restkomfort, wenn man tapfer ist“, sondern tatsächlich komfortabel.
Ich bin im Setup unterwegs gewesen, bei dem alles auf Sport gestellt war, die Automatik aber in Automatik blieb und das ESC nicht komplett ausgeregelt war. Und sobald du das Gaspedal durchtrittst, ist die Sache klar: Der BMW M2 holt kurz Luft und rennt dann los. Dieses minimale „anholen“ und danach der Schub, das ist eine Charaktereigenschaft, die Spaß macht.
Die Lenkung ist herrlich sportlich, präzise und direkt. Auf kurvigen Landstraßen ist das ein Fest. Ich war nicht auf der Rennstrecke, dazu kann ich nichts sagen, aber die Basis fühlt sich so an, als ob das Auto dafür gebaut wurde.
Und jetzt das Daily Thema, das viele unterschätzen: Geräusche und Langstrecke. Bei Tempo 100 hörst du den Motor leicht, aber keine auffälligen Windgeräusche, nur ein paar Fahrgeräusche vom Chassis. Bei 130 bleibt das grundsätzlich ruhig. Bei 160 wird es lauter, Windgeräusche kommen Richtung A Säule, aber ich konnte mich immer noch normal unterhalten, ohne die Stimme zu heben. Für ein Sportauto ist das wirklich angenehm.
Das Fahrwerk im Komfortmodus ist genau der Punkt, der mich überrascht hat. Ich hätte erwartet, dass man immer irgendwo Abstriche macht. Aber nein, der BMW M2 kann in Komfort wirklich cruisen. Zusammen mit den Schalensitzen wird das zu einer Kombination, die du auf langen Strecken ernsthaft genießen kannst.
Zur Performance noch ein paar Fakten, die man beim Fahren wirklich spürt: 1.805 kg Leergewicht, 480 PS und ein von mir erwähntes Leistungsgewicht von 3,7 kg pro PS. Ob du nun in der Stadt rollst oder auf der Landstraße beschleunigst, das Auto hängt sofort am Gas, sobald der Lader Druck aufgebaut hat. Und ja, dieses leichte Schwänzeln beim starken Beschleunigen wirkt fast wie ein bewusstes Augenzwinkern der Entwickler. Als würde der BMW M2 kurz sagen: „Ich könnte, wenn ich wollte.“ Und dann bist du längst zu schnell.
Zur Höchstgeschwindigkeit: Ich nenne es, weil es auch im Video Thema war. Das Auto erreicht 250 km/h, mit dem Driver Package sind es 285 km/h. Und an der Stelle gilt wie immer: schön, dass es geht. Die Frage ist eher, wo und wie oft.
Beim Verbrauch habe ich es oben schon angerissen, aber im Fahreindruck gehört es rein: WLTP 9,7 l, real bei meiner Winter Langstrecke 11,4 l. Das ist für 480 PS im Daily Betrieb in der Größenordnung, die ich erwartet habe.
Wenn du nach dieser Mischung aus Sport und Alltag jetzt mal schauen willst, was Leasing technisch für den BMW M2 (G87) gerade so drin ist: Willst du die LeasingMarkt.de Leasing Angebote zum BMW M2 Coupé schnell checken, dann findest du sie hier: https://log42.com/l/m2 (Affiliate-Link).
Assistenzsysteme
Beim Thema Assistenzsysteme war ich im BMW M2 Coupé (G87) ein bisschen eingeschränkt, weil mein Testwagen nicht alles an Bord hatte, was man heute teilweise bekommen kann.
Was ich hatte: eine Verkehrszeichenerkennung, die BMW typisch bei mir sehr gut funktioniert hat. Dazu ein Spurhalterassistent, der mich nicht aktiv in der Mitte hält, sondern eher dafür sorgt, dass ich die Linie nicht überfahre. Wenn ich zu nah komme, mahnt er mich, im Cockpit flackert dann ein Symbol.
Wichtig: Ich hatte keinen adaptiven Tempomaten. Heißt: Wenn ich den Tempomat auf 130 setze und vorne ein Laster auftaucht, bremst das Auto nicht automatisch. Ich muss selbst reagieren. Das ist in einem Sportcoupé nicht ungewöhnlich, aber man muss es wissen.
Es gibt außerdem einen Toter Winkel Warner in der Spiegelfläche, der orange aufleuchtet, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Je nach Geschwindigkeit des anderen Fahrzeugs leuchtet das schon zwei bis drei Fahrzeuglängen vorher auf, bevor es überhaupt im toten Winkel ist. Das ist im Alltag wirklich hilfreich.
Zum Rangieren: Der BMW M2 kommt mit Rückfahrkamera und zeigt Hindernisse ordentlich an. Die Linien lenken mit. Die Sicht nach hinten ist durch die schmale Heckscheibe etwas wie eine Schießscharte, aber im Rückspiegel kann man die Fensterfläche gut erfassen, und insgesamt finde ich die Sicht nach hinten in Ordnung. Den toten Winkel kann man durch Außenspiegel Blick gut auflösen.
Und trotz Sportbereifung und breiter Schultern: Ich konnte den BMW M2 im Alltag gut rangieren. Die Servolenkung unterstützt angenehm, das Auto wirkt nicht so unhandlich, wie man es bei der Optik erwarten könnte.
Fazit der Kaufberatung des BMW M2 Coupé
Der 2026 BMW M2 Coupé M Steptronic (G87) ist für mich ein Auto mit zwei Gesichtern, und genau das macht ihn so stark. Er kann auf Knopfdruck zur Fahrmaschine werden, mit präziser Lenkung, kernigem Schub und diesem typischen Heckantrieb Gefühl, das dir beim Beschleunigen ein leichtes Grinsen ins Gesicht drückt. Gleichzeitig kann er aber auch etwas, das viele in dieser Klasse nicht so gut hinbekommen: Er kann Daily.
Der Komfort im Fahrwerksmodus Komfort ist nicht nur „Restkomfort“, sondern wirklich alltagstauglich. Die Sitze sind trotz Carbon und Schalensitz Optik erstaunlich langstreckentauglich. Die Bedienung ist typisch BMW gut durchdacht, mit echten Tasten dort, wo man sie im Alltag braucht, und einem System, das sich in der Praxis ordentlich nutzen lässt.
Natürlich hat der BMW M2 Coupé klare Grenzen. Der Fond ist für Erwachsene nur begrenzt geeignet, vor allem bei 1,80 m und darüber wird es schnell eng am Kopf. Kindersitze gehen, aber es ist nicht unkompliziert, weil der Vordersitz weit in den Raum ragt. Der Kofferraum ist mit 390 Litern gut nutzbar, aber eben ohne elektrische Klappe und ohne riesige Variabilität, obwohl die 40:20:40 Teilung alltagspraktisch ist.
Und dann ist da der Preis. Ca. 93.320 Euro für meinen Testwagen sind eine Ansage. Genau deshalb macht es Sinn, vorher nüchtern zu schauen, ob und wie sich das Ganze rechnen kann. Wenn du dich für den BMW M2 (G87) interessierst, findest du sehr gute Leasing Angebote über meinen Partner hier: https://log42.com/l/m2 (Affiliate-Link). Und falls du den genauen Aufbau meines Testwagens nachvollziehen möchtest, hier noch einmal der direkte Verweis: Die Testwagen Konfiguration als PDF ist über diesen Link abrufbar: https://ausfahrt.tv/wp-content/uploads/2026/01/bmw_m2_configurator.pdf
Mein persönliches Résumé nach über 800 km im BMW M2 Coupé: Ich mag dieses Auto wirklich gern. Nicht, weil es auf dem Papier schnell ist, sondern weil es im Alltag besser funktioniert, als viele erwarten. Es ist angenehm ruhig auf der Autobahn, die Sitze tragen dich entspannt durch lange Strecken, und wenn du dann doch mal kurz „Pedal to the metal“ machst, erinnert dich der BMW M2 sehr schnell daran, warum er diesen Ruf hat.
Wenn du also ein sportliches Coupé suchst, das du realistisch als Daily fahren kannst, ohne dich jeden Tag zu verbiegen, dann ist der BMW M2 Coupé (G87) ein verdammt schlüssiges Angebot. Mach eine Probefahrt. Und wenn du danach genauso grinst wie ich beim Blick in den Außenspiegel auf die ausgestellten Backen, dann weißt du: Das passt.

