Der 2026 Leapmotor B10 BEV Pro Max Design tritt als kompaktes Elektro SUV an, das beim ersten Kennenlernen vor allem über seinen Preis, seine ordentliche Reichweite und seine sehr klare Bedienphilosophie Aufmerksamkeit erzeugt. Der volle Testwagenname lautet 2026 Leapmotor B10 BEV Pro Max Design, im Alltag genügt aber auch die Kurzform Leapmotor B10 Pro Max. Genau mit diesem Fahrzeugnamen sollte man sich den Wagen auch merken, denn er steht für die Kombination aus großer Batterie, gehobener Ausstattung und einer Ausrichtung, die klar in Richtung alltagstaugliches Familien SUV geht.
Bei den Abmessungen liefert der Leapmotor B10 BEV durchaus greifbare Werte, mit denen man das Auto sauber einordnen kann. Das SUV ist 4,51 Meter lang, 1,88 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Mit Außenspiegeln wurden 2,11 Meter gemessen. Der Radstand liegt bei 2,73 Metern, die Bodenfreiheit bei 170 Millimetern. Dazu kommt ein Wendekreis von 10,70 Metern. Im Alltag ist das eine interessante Mischung, denn das Fahrzeug wirkt äußerlich recht erwachsen, soll sich beim Rangieren aber dennoch nicht allzu sperrig anfühlen. Das Leergewicht liegt laut Daten bei 1.845 Kilogramm.
Beim Antrieb arbeitet ein Elektromotor mit 160 kW, also 218 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 240 Nm. Geschaltet wird nicht klassisch, sondern über ein 1 Gang Reduktionsgetriebe, was für ein batterieelektrisches Modell dieser Art völlig passend ist. In den gelieferten Informationen findet sich beim Thema Antrieb eine kleine Unschärfe. In den technischen Daten steht Frontantrieb, im Videotranskript wird der Elektromotor jedoch an der Hinterachse beschrieben und der Wagen ausdrücklich als Fahrzeug mit Hinterradantrieb eingeordnet. Da der Fahrbericht das mehrfach klar so schildert, ist der Leapmotor B10 im vorliegenden Material eher als heckgetriebenes Elektro SUV beschrieben. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h nennt Leapmotor 8,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h.
Unser Testwagen fährt mit der großen Batterie. Die Akku Kapazität beträgt 67,1 kWh. Der WLTP Verbrauch liegt bei 17,3 kWh pro 100 Kilometer, die WLTP Reichweite bei 434 Kilometern. Aus dem Fahrbericht stammt zusätzlich die alltagsnahe Umrechnung, dass von 80 auf 10 Prozent Akkustand rund 304 Kilometer rechnerische Reichweite übrig bleiben sollen. Geladen wird hinten rechts. An AC nimmt der Leapmotor B10 11 kW an, für eine Vollladung werden acht Stunden genannt. Am Schnelllader soll der Akku in 20 Minuten von 30 auf 80 Prozent gebracht werden. Ebenfalls wichtig ist der Hinweis auf den LFP Akku, der im Material ausdrücklich erwähnt wird. Zusätzlich serienmäßig an Bord sind Vehicle to Load und eine Wärmepumpe. Gerade Letzteres ist in dieser Preisklasse ein starkes Argument.
Preislich beginnt der Leapmotor B10 BEV in der Basis bei 29.900 Euro. Der hier besprochene Testwagen in der Ausstattung Design mit großem Akku und Lackierung in Dawn Purple kommt auf rund 34.550 Euro. Genau an dieser Stelle ist der Wagen für viele Interessenten spannend, weil er recht viel Auto fürs Geld bieten will. Wer sich die aktuellen Angebote zum Leapmotor B10 BEV ansehen möchte, findet sie hier bei LeasingMarkt.de: https://log42.com/l/b10 (Affiliate-Link).
Der Leapmotor B10 wurde 2024 erstmals vorgestellt und ist seit 2025 in Europa erhältlich. Gefertigt wird das Fahrzeug aktuell in China. Ab Sommer 2026 soll die Produktion laut den vorliegenden Informationen aber in Saragossa in Spanien anlaufen. Das ist für europäische Käufer durchaus ein Punkt, weil damit nicht nur das Thema Logistik, sondern auch das Gefühl von Marktverankerung in Europa eine Rolle spielt. Beim Euro NCAP Crashtest wurde der Leapmotor B10 im Jahr 2025 getestet und erreichte fünf von fünf Sternen. Das ist gerade für Familien und Vielfahrer keine Randnotiz, sondern ein wichtiges Argument.
Unterm Strich lässt sich schon im Faktenblock sagen, dass der Leapmotor B10 Pro Max kein exotischer Nischenversuch ist, sondern ein ernst gemeinter Volumenstromer. Die Eckdaten sind modern, die Reichweite passt, die Batterie ist groß genug für Alltag und Reise, und der Preis ist so gesetzt, dass der Wagen nicht nur neugierig macht, sondern sich realistisch in die engere Auswahl fahren kann.
Mitbewerber des Leapmotor B10 Pro Max
Beim Blick auf die Konkurrenz wird schnell klar, warum der Leapmotor B10 BEV derzeit Interesse weckt. Er steht in einem Marktumfeld, in dem viele Hersteller Elektro SUV anbieten, die sich beim Preis allerdings selten gegenseitig etwas schenken. Wichtig ist dabei, dass die nachfolgend genannten Modelle nur eine selektive Auswahl darstellen. Es gibt selbstverständlich noch zahlreiche weitere Mitbewerber, gerade in einem Segment, das sich momentan stark entwickelt und in dem beinahe jeder Hersteller ein passendes oder halb passendes Angebot im Programm hat.
Als erster Mitbewerber wird im Material der Opel Frontera Electric genannt. Dort startet die Basisversion mit einer 44 kWh Batterie und einem Preis von 28.999 Euro. Damit liegt der Opel beim Einstiegspreis sehr nah am Leapmotor B10 BEV, bietet auf dem Papier aber die kleinere Batterie. Genau da beginnt die Relevanz des Leapmotor. Wer bei Elektroautos nicht nur auf die Einstiegssumme schaut, sondern ganz klassisch Preis pro Akku Kapazität und Reichweitenversprechen gegeneinanderlegt, dürfte den B10 ziemlich schnell interessant finden.
Der zweite genannte Konkurrent ist der Skoda Elroq. Im Transkript wird erwähnt, dass es den Elroq auch einmal mit einer 52 kWh Batterie geben sollte beziehungsweise gab, mit einem damaligen Basispreis von 33.900 Euro. Aktuell wird dort im Material nur noch die 85 kWh Batterie erwähnt, verbunden mit einem Preis von 44.840 Euro. Das zeigt recht deutlich, wie unterschiedlich die Strategien in diesem Segment ausfallen. Skoda positioniert sich stärker in Richtung größerer Batterie und höherem Preis, während Leapmotor versucht, mit einem noch halbwegs bodenständigen Tarif möglichst viele Kunden abzuholen.
Als dritter Vergleichspartner taucht der Renault Scenic E Tech auf. Die kleine Batterie fasst dort 60 kWh, der Basispreis liegt bei 40.550 Euro. Auch hier zeigt sich, dass der Leapmotor B10 in der Preisstruktur aggressiver ansetzt. Natürlich muss man bei einem solchen Vergleich immer beachten, dass Ausstattung, Markenwahrnehmung, Händlernetz und Details im Innenraum ebenfalls eine Rolle spielen. Nur das nackte Zahlenblatt gewinnt noch keinen Vergleichstest. Aber der Leapmotor B10 sorgt mit diesen Zahlen immerhin dafür, dass man ihn nicht beiläufig weglächeln kann.
Genau an diesem Punkt beginnt der eigentliche Reiz des Fahrzeugs. Der Wagen kommt von einer in Deutschland noch jungen Marke, wirkt preislich aber so, als hätte man bei der Kalkulation ganz genau verstanden, wo die Schmerzgrenzen vieler Käufer liegen. Das ist kein Zufall. Im Video wird außerdem auf das Joint Venture mit Stellantis hingewiesen. Für Interessenten bedeutet das vor allem eines: Die Marke kommt nicht ohne Netz und doppelten Boden nach Europa, sondern mit Strukturen, die bei Wartung und Marktpräsenz helfen können. Das schafft Vertrauen, selbst wenn die Marke Leapmotor hierzulande noch nicht denselben Bekanntheitsgrad besitzt wie Opel, Skoda oder Renault.
Dazu passt auch die Frage nach Leasingangeboten. Gerade bei jungen Marken und Elektroautos schauen viele Käufer inzwischen zuerst auf die Monatsrate und erst danach auf den Listenpreis. Wer den Leapmotor B10 Pro Max nicht nur theoretisch vergleichen, sondern ganz konkret zu aktuellen Leasingkonditionen sehen möchte, kann hier schauen: https://log42.com/l/b10 (Affiliate-Link). Im Markt für Elektro SUV entscheidet inzwischen oft nicht mehr nur das Prospekt, sondern die Rechnung am Monatsende.
Insgesamt zeigt der Vergleich mit Opel Frontera Electric, Skoda Elroq und Renault Scenic E Tech ziemlich deutlich, wo der Leapmotor B10 seine Duftmarke setzen will. Er möchte nicht der luxuriöseste, prestigeträchtigste oder dynamischste Vertreter im Segment sein. Er möchte das vernünftige Angebot geben, das bei Preis, Reichweite und Ausstattung so viel richtig macht, dass man sich fragt, warum etablierte Hersteller dafür teilweise deutlich mehr Geld verlangen. Und genau das ist für ein neues Modell oft die beste Eintrittskarte.
Exterieur
Äußerlich tritt der Leapmotor B10 Pro Max ordentlich, modern und ohne unnötige Showeinlagen auf. Das heißt nicht, dass der Wagen langweilig wirkt. Er versucht nur nicht mit jeder Falte und jedem Detail zu schreien, dass hier gerade die Zukunft vorfährt. Das kann man durchaus als sympathisch empfinden, weil der Auftritt eher souverän als überdesignt wirkt.
Im Test steht das Fahrzeug in der Farbe Dawn Purple. Das ist eine Lackierung, die dem B10 gut steht, weil sie dem eher klar gezeichneten SUV eine gewisse Eigenständigkeit gibt. Wer mit Lila oder Purpur nichts anfangen kann, muss sich aber nicht sorgen. Insgesamt stehen laut Transkript sechs Farben zur Wahl, also neben Dawn Purple noch fünf weitere Außenfarben. Das ist keine riesige Farborgie, aber für dieses Segment ein vollkommen solides Angebot.
Bei den Ausstattungslinien hält Leapmotor die Sache überschaubar. In Deutschland gibt es aktuell nur zwei Linien, nämlich Live und Design. Das Testfahrzeug fährt als Design vor. Diese Reduktion auf zwei Varianten ist interessant, weil sie den Konfigurationsaufwand senkt. Man muss sich nicht durch eine endlose Liste aus Paketen, Sub Paketen und kryptischen Ausstattungscodes wühlen, sondern bekommt eine recht klare Struktur. Das passt zur generellen Philosophie des Fahrzeugs.
Serienmäßig sind unabhängig von der Ausstattungslinie Voll LED Scheinwerfer an Bord. Die Frontleuchten wirken dabei optisch dreigeteilt, was dem Wagen einen eigenständigen Gesichtsausdruck verleiht. Auch hinten setzt der Leapmotor B10 auf Voll LED Rückleuchten und ein fast durchgehendes Leuchtband. Solche Lichtsignaturen sieht man inzwischen häufiger, hier hilft sie aber, dem Fahrzeug einen modernen und auch aus der Distanz wiedererkennbaren Auftritt zu geben. Dazu kommt am Heck ein gut sichtbarer Leapmotor Schriftzug, was bei einer jungen Marke in Deutschland fast schon nachvollziehbar ist. Wer noch niemanden mit dem Auto kennt, soll wenigstens direkt lesen können, was da vor ihm fährt.
Weniger überzeugend ist der Verzicht auf einen Heckscheibenwischer. Im Fahrbericht wurde das gerade bei winterlichen Temperaturen und feuchter Witterung als klarer Nachteil beschrieben. Das ist kein Luxusproblem, sondern ein handfester Alltagsaspekt. Wenn die Sicht nach hinten ohnehin nicht überragend ist und dann auch noch Wasser oder Schmutz auf der Scheibe stehen, wird aus einem Designkniff schnell ein Komfortthema. Anders gesagt: Schön glatt ist nett, freie Sicht ist oft netter.
Immer an Bord sind 18 Zoll Räder. Auch hier verzichtet Leapmotor also auf eine komplizierte Abstufung. Im Testwagen waren Bridgestone Blizzak Winterreifen montiert, vorne in 225/50 R18 und hinten in einer breiteren Dimension. Vorn und hinten verzögern Scheibenbremsen. Das passt zum technischen Anspruch des Fahrzeugs und unterstreicht, dass der B10 nicht als Billiglösung, sondern als vollwertiges Elektro SUV auftreten will.
Mit 4,51 Metern Länge, 1,88 Metern Breite und einer Höhe von 1,66 Metern steht der Leapmotor B10 satt auf der Straße. Gleichzeitig bleibt die Form klassisch SUV, also nicht zu coupéhaft, nicht unnötig niedrig, nicht verkünstelt. Das hilft nicht nur beim Raumgefühl, sondern auch bei der Nutzbarkeit. Man sitzt erhöht, der Einstieg fällt bequem aus, und das gesamte Fahrzeug vermittelt eher den Eindruck eines vernünftig gezeichneten Alltagsautos als eines Designexperiments.
Die Bodenfreiheit von 170 Millimetern und der Radstand von 2,73 Metern sprechen ebenfalls dafür, dass hier nicht nur auf Show, sondern auch auf Praxis gesetzt wurde. Der Wendekreis von 10,70 Metern klingt für diese Größe brauchbar. Damit ist der Leapmotor B10 zwar kein City Zwerg, aber eben auch kein behäbiges Dickschiff.
Interessant ist, dass das Exterieur insgesamt sehr sauber und reduziert auftritt, während im Innenraum dann ein paar auffälligere Ideen wie die beleuchteten Lüftungsdüsen folgen. Außen bleibt der Wagen eher sachlich. Das ist für viele Käufer vermutlich die richtige Entscheidung. Ein Auto, das man täglich fahren will, muss nicht jeden Morgen geschniegelt geschniegelt geschniegelt auf dem Hof stehen wie ein Influencer auf Pressefahrt. Manchmal reicht es, ordentlich, modern und stimmig auszusehen. Genau das bekommt der Leapmotor B10 ziemlich gut hin.
Ausstattung Interieur
Der Innenraum des Leapmotor B10 Pro Max ist geprägt von Übersicht, Reduktion und einer klar digitalen Bedienlogik. Wer klassische Knopfwüsten mag, wird hier nicht glücklich. Wer ein modernes, aufgeräumtes Cockpit schätzt, dürfte sich dagegen schnell zurechtfinden. Das Layout erinnert im Grundsatz an andere stark digitalisierte Fahrzeuge. Gleichzeitig hat der B10 ein paar Eigenheiten, die ihn von der Masse abheben.
Materialanmutung
Bei den Materialien zeigt der Leapmotor B10 ein gemischtes, aber insgesamt ordentliches Bild. Im oberen Bereich des Armaturenbretts kommen weiche Materialien zum Einsatz, dazu Mischungen aus härteren Kunststoffen und Stoffelementen. Auch in den Türen gibt es weiche und härtere Bereiche, Kunstleder sowie einfache Kunststoffflächen. Man merkt also durchaus, dass der Wagen nicht mit Oberklasseanspruch gebaut wurde. Gleichzeitig wirkt er nicht billig. Er setzt seine Mittel eher gezielt ein.
Das Lenkrad ist zweifarbig ausgeführt, mit Kunstleder bezogen und mit weißer Naht versehen. Gerade dieses Detail sorgt im Innenraum für einen freundlicheren Eindruck. Dazu kommen helle Akzente in Aluoptik, wobei auch hier klar ist, dass es sich um Kunststoffteile handelt. Der Dachhimmel ist mit Stoff bezogen und wirkt ordentlich verarbeitet.
Spannend ist die Gestaltung rund um die offenen Ablagebereiche im Armaturenbrett. Dort gibt es mehrere Durchbrüche, die optisch ungewöhnlich wirken. Das ist ein Designansatz, über den man sprechen kann. Praktisch kann es aber dazu führen, dass kleinere Gegenstände durchrutschen und irgendwann im Fußraum landen. Das sieht pfiffig aus, ist aber nicht in jeder Alltagssituation ideal.
Ergonomie
Ergonomisch fährt der Leapmotor B10 einen modernen, aber kompromissbehafteten Kurs. Physische Schalter gibt es fast keine. Einige Funktionen laufen über Tasten am Lenkrad, die Fensterheber und den Warnblinker, der Großteil der Bedienung erfolgt jedoch über den zentralen Touchscreen. Das sieht aufgeräumt aus, verlangt im Alltag aber Umgewöhnung.
Das 14,6 Zoll große Zentraldisplay wirkt laut Fahrbericht schnell, sauber gegliedert und gut ablesbar. Das ist eine gute Nachricht, denn bei einem so stark touchscreenlastigen Fahrzeug fällt und steht viel mit der Software. Positiv beschrieben wird, dass die Menüs nicht unnötig tief verschachtelt wirken. Man kommt also halbwegs flott zu den wichtigen Funktionen. Dennoch bleibt Kritik, etwa beim Verstellen der Außenspiegel über das System. Das ist so ein typischer Fall, bei dem ein klassischer Schalter einfach praktischer gewesen wäre.
Hinter dem Lenkrad sitzt ein 8,8 Zoll großes Display, das fest mit der Lenksäule verbunden ist. Dort werden Geschwindigkeit, Tempolimit, Leistungsabgabe, Fahrprogramm und Reichweite angezeigt. Der Aufbau ist klar und funktional. Das passt zur restlichen Architektur des Innenraums.
Zu den Ausstattungsdetails gehören zwei Klimazonen, Sitzheizung, Sitzbelüftung und Lenkradheizung. Die Sitzheizung wurde im Fahrbericht allerdings als eher schwach kritisiert, während die Lenkradheizung ausdrücklich gelobt wurde. Das ist ein interessantes Detail, denn gerade im Winter zählt beides. Wenn das Lenkrad warm wird, die Sitze aber nur mauwarm, ist das im Alltag zwar nicht dramatisch, aber eben auch nicht ideal.
Drahtloses Apple CarPlay und Android Auto sind mittlerweile möglich. Geladen wird das Smartphone allerdings nicht induktiv an der vermeintlich dafür vorgesehenen Fläche, sondern kabelgebunden. Der USB C Anschluss dient nur zum Laden, USB A bindet das Infotainment ein, dazu kommt eine 12 Volt Steckdose mit 120 Watt. Das ist funktional, nur eben nicht ganz so elegant, wie die Optik zunächst vermuten lässt.
Ablagen
Bei den Ablagen zeigt sich der Leapmotor B10 überraschend alltagstauglich. Im vorderen Bereich gibt es eine Ablage, auf der auch ein Handy abgelegt werden kann. Weitere Fächer bieten Platz für kleinere Dinge, dazu zwei Getränkehalter in der Mittelkonsole mit praktischen Halteklappen. Flaschen lassen sich dort ordentlich fixieren. Die Oberflächen sind allerdings oft aus hartem Kunststoff, was funktional okay ist, haptisch aber keinen Glamourpreis gewinnt.
Das Handschuhfach ist nicht beleuchtet, bietet aber vernünftigen Stauraum. Dazu kommen beleuchtete Make up Spiegel in den Sonnenblenden sowie Leseleuchten vorne. Im Fond gibt es Dokumententaschen an den Rückenlehnen, weitere Flaschenhalter in den Türen und ein Fach hinter der Mittelkonsole. Die Grundidee ist also gut. Der B10 will Alltag können, nicht nur gut aussehen.
Das Panoramadach lässt sich vollständig verdunkeln, was nicht nur angenehm ist, sondern im Sommer und auf langen Fahrten sinnvoll sein kann. Auch das gehört am Ende zur Ablagen und Ausstattungslogik im weiteren Sinn, denn Nutzbarkeit ist eben mehr als nur die Frage, wo die Wasserflasche steht.
Soundsystem
Das Soundsystem überrascht positiv. In der Ausstattung Design sind 12 Lautsprecher an Bord, in der Linie Live sind es sechs. Eine eigene Premium Marke trägt das System nicht, es steht schlicht Leapmotor darauf. Gerade deshalb fällt das positive Urteil aus dem Fahrbericht auf. Musik klingt demnach ordentlich, differenziert und für ein serienmäßiges System durchaus gut. Höhen und Mitten werden sauber beschrieben, der Bass übertreibt nicht, ist aber vorhanden.
Kritisiert wurde lediglich die Telefonlautstärke, die als zu leise empfunden wurde. Für Musik scheint das System jedoch wirklich eine angenehme Begleitung zu sein. Das ist mehr wert, als man zunächst denkt, denn in einem Auto mit eher reduziertem Innenraumkonzept wirkt ein ordentlicher Klang schnell wertiger.
Sitze
Die Sitze sind mit Kunstleder bezogen, die Sitzflächen perforiert. Das passt zur vorhandenen Sitzbelüftung. Fahrer und Beifahrer sitzen auf elektrisch verstellbaren Vordersitzen. Der Beifahrersitz bietet allerdings keine Höhenverstellung, und beiden Sitzen fehlt eine Lordosenstütze. Das sind keine Kleinigkeiten, denn gerade Vielfahrer merken solche Details.
Im Alltag werden die Sitze dennoch als bequem beschrieben. Der Seitenhalt ist oben besser als unten, insgesamt eher auf Komfort als auf sportliches Fahren ausgelegt. Genau das passt zum Charakter des Wagens. Der Leapmotor B10 will kein Kurvenkünstler sein, sondern ein angenehmer Begleiter. Entsprechend sind auch die Sitze eher bequem als scharf konturiert.
Platzangebot und Ausstattung im Fond des Leapmotor B10 Pro Max
Im Fond macht der Leapmotor B10 vieles richtig. Der Einstieg wird sogar als besonders bequem beschrieben, weil die Karosserieform und die Sitzhöhe angenehm ausfallen. Hinter einem auf 1,80 Meter eingestellten Fahrersitz bleibt ausreichend Beinfreiheit, und trotz Glas Panoramadach ist auch die Kopffreiheit ordentlich. Das ist für ein kompaktes Elektro SUV ein starkes Ergebnis und zeigt, dass der Radstand von 2,73 Metern sinnvoll genutzt wird.
Die Rückbank ist leicht ausgeformt, bleibt wegen des Kunstleders aber etwas rutschig. Trotzdem sitzt man bequem. Gerade für Familien oder Mitfahrer auf längeren Strecken ist das wichtig, denn es reicht nicht, hinten nur formal Platz zu haben. Man muss dort auch vernünftig sitzen können.
Die Materialien im Fond unterscheiden sich kaum von denen im vorderen Bereich. Auch hinten gibt es weiche Oberflächen, Kunstleder, härtere Kunststoffe und eine insgesamt ordentliche Verarbeitung. Dazu kommen elektrische Fensterheber, stark getönte Scheiben und Haltegriffe mit Kleiderhaken. Die Fenster fahren weit herunter und verfügen über Automatik sowie Einklemmschutz. Das sind praktische Details, die im Alltag schnell geschätzt werden.
An der Rückseite der Mittelkonsole sitzen zwei Luftausströmer sowie zwei Ladeanschlüsse, einmal USB C und einmal USB A. Darunter befindet sich ein Fach zum Ausklappen. Die Rückbank bietet zudem Isofix Halterungen zwischen den Sitzen. Die Gurtpeitschen sind fest, was das Anschnallen erleichtert, auch wenn das Polster etwas dazu neigt, daran zu drängen.
Eine Mittelarmlehne mit integrierten Getränkehaltern ist ebenfalls vorhanden. Das ist im Alltag für Familien und Mitfahrer angenehm und zeigt, dass der Leapmotor B10 den Fond nicht als Nebensache betrachtet. Dazu kommt das große Glas Panoramadach, das das Raumgefühl zusätzlich aufhellt. Und weil es sich vollständig verdunkeln lässt, ist der Nutzen nicht nur optisch, sondern auch praktisch vorhanden.
Alles in allem ist der Fond des Leapmotor B10 Pro Max ein echter Pluspunkt. Hier sitzt niemand nur als geduldeter Notnagel. Das Platzangebot ist ordentlich, die Ausstattung stimmt, und der Wagen erfüllt damit ziemlich genau das, was viele Käufer von einem kompakten Elektro SUV erwarten.
Alles zum Kofferraum vom Leapmotor B10 Pro Max
Der Kofferraum des Leapmotor B10 BEV gehört zu den Bereichen, in denen das Auto seine Alltagstauglichkeit gut zeigen kann. Das Ladevolumen beträgt 420 Liter. Wird die Rücksitzbank umgeklappt, stehen bis zum Dach gemessen 1.300 Liter zur Verfügung. Das sind solide Werte, die für Einkäufe, Urlaubsgepäck und den typischen Familienalltag gut passen.
Die elektrische Heckklappe gehört zur Ausstattung, was grundsätzlich angenehm ist. Im Alltag gibt es allerdings einen Haken, weil sich die Bedienung mit der Kartenlösung nicht immer elegant anfühlt. Wer nur die Karte statt eines klassischen Schlüssels nutzt, muss zunächst am Spiegel entriegeln, bevor die Klappe per Taster geöffnet werden kann. Mit dem Smartphone soll es einfacher sein. Praktisch ist das trotzdem nur bedingt. Man merkt hier, dass Digitalisierung nicht automatisch bequemer sein muss.
Im Kofferraum selbst findet sich ein Sichtschutz, der nach hinten gezogen wird und sich bei Bedarf entnehmen lässt. Unter dem Ladeboden gibt es Stauraum für Kleinteile wie Warndreieck und Abschlepphaken. Der Ladeboden kann tiefer gelegt werden, muss dafür aber komplett herausgenommen und neu eingesetzt werden. Das ist nicht maximal elegant, erhöht aber die Variabilität.
Zur grundsätzlichen Ausstattung des Kofferraums gehören ein Lautsprechergitter für den Subwoofer auf der linken Seite, Kofferraumbeleuchtung auf der rechten Seite sowie jeweils ein Taschenhaken. Zurrösen gibt es laut Fahrbericht allerdings nicht. Das ist ein Punkt, den man kritisieren darf, weil gerade im Alltag lose Gegenstände sonst schnell anfangen, ihr eigenes kleines Konzert im Heck zu spielen.
Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 40 zu 60 umklappbar. Die Entriegelung erfolgt vom Kofferraum aus. Ist alles umgelegt, entsteht allerdings keine ebene Ladefläche. Im Bereich der umgeklappten Rücksitzbank steigt der Boden nach vorne an. Für viele Transporte ist das kein Drama, perfekt ist es aber nicht. Wer regelmäßig große, sperrige Gegenstände einlädt, sollte diesen Punkt im Hinterkopf behalten.
Zusätzlich besitzt der Leapmotor B10 einen Frunk mit 25 Litern Volumen. Dort lassen sich Ladekabel und Ladeziegel unterbringen. Gerade bei Elektroautos ist so ein Vorderwagenfach praktisch, weil die Kabel nicht den eigentlichen Gepäckraum blockieren. Die Lösung wirkt nützlich, auch wenn im Fahrbericht angemerkt wird, dass die offene Gestaltung Fragen hinsichtlich Schmutz und Wasser aufwirft.
Die Zuladung wird mit 435 Kilogramm angegeben. Davon dürfen 75 Kilogramm aufs Dach. Optional ist eine Anhängerkupplung erhältlich. Die Stützlast beträgt 60 Kilogramm, das zulässige Anhängergewicht liegt bei 750 Kilogramm, unabhängig davon, ob der Anhänger gebremst ist oder nicht. Auch das ist für manche Käufer wichtig, denn ein kompaktes Elektro SUV muss heute nicht nur die Einkaufstaschen, sondern gern auch mal Fahrradträger oder kleinen Anhänger wegstecken.
Wer sich für den Leapmotor B10 interessiert und parallel die aktuellen Leasingangebote im Blick behalten will, kann hier direkt nachsehen: https://log42.com/l/b10 (Affiliate-Link). Gerade wenn der Kofferraum, die Alltagstauglichkeit und die Preisfrage zusammenpassen sollen, lohnt sich so ein Blick doppelt.
Fahreindruck Leapmotor B10 Pro Max
Der Fahreindruck des Leapmotor B10 Pro Max ist schnell beschrieben, aber nicht banal. Das Auto fühlt sich im Alltag flotter an, als es die reine Zahl von 8,0 Sekunden auf 100 km/h vielleicht vermuten lässt. Gerade im unteren Geschwindigkeitsbereich steht die elektrische Kraft spontan bereit, was dem Wagen im Stadtverkehr und beim Herausbeschleunigen aus langsameren Passagen einen angenehm munteren Charakter gibt.
Mit 218 PS und 240 Nm ist der Leapmotor B10 nicht sportlich im klassischen Sinn, aber ausreichend kräftig. Auf der Autobahn relativiert sich der erste flotte Eindruck ein wenig. In höheren Geschwindigkeitsbereichen wird die Beschleunigung zäher, was bei Elektroautos dieser Leistungsklasse allerdings nichts Ungewöhnliches ist. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erreicht der Wagen laut Fahrbericht durchaus, nur eben ohne den Punch eines echten Leistungsmodells.
Interessant ist das Leistungsgewicht. Bei 1.845 Kilogramm und 218 PS ergibt sich ein Wert von rund 6,8 Kilogramm pro PS. Das klingt auf dem Papier recht ordentlich. Im Fahralltag bleibt der B10 dennoch eher ein komfortabler Gleiter als ein Sportgerät. Und das ist auch gut so, denn die Auslegung des Fahrwerks passt genau dazu. Der Wagen wird im Bericht klar als eher komfortabel abgestimmt beschrieben. Dehnfugen, Unebenheiten und normale Autobahnbeläge verarbeitet er ordentlich. Nicht schwebend, aber angenehm.
Weniger überzeugend ist das Geräuschniveau. Bereits ab rund 70 km/h werden Windgeräusche wahrgenommen. Auf der Autobahn nehmen sie deutlich zu. Das ist kein Totalausfall, aber eben auch kein Premium Eindruck. Gerade bei einem Elektroauto fällt so etwas stärker auf, weil der Antrieb selbst leise arbeitet und dadurch andere Geräusche schneller ins Ohr wandern. Abrollgeräusche werden dagegen nur minimal beschrieben. Das heißt, die Windgeräusche sind eher der dominante akustische Störfaktor.
Die Lenkung wirkt angenehm leichtgängig, beim Rangieren sogar sehr mühelos. Im Sportmodus wird sie präziser beschrieben, ohne jedoch wirklich natürlich zu wirken. Das Fahrgefühl bleibt etwas künstlich. Dazu passt, dass sportliches Fahren im B10 nicht als besondere Freude geschildert wird. Das Fahrwerk macht zügige Kurven zwar mit, vermittelt dabei aber nicht das Gefühl, genau dafür gebaut zu sein. Anders gesagt: Er kann es, aber er will es nicht unbedingt. Und ehrlich gesagt passt das hervorragend zu einem Familien SUV, das vor allem vernünftig sein soll.
Beim Verbrauch liefert der Fahrbericht erfreuliche Werte. WLTP sagt 17,3 kWh pro 100 Kilometer. Im realen Betrieb wurden je nach Nutzung 15,4 kWh im eher urbanen, ruhigen Umfeld und rund 19 kWh bei 120 km/h auf der Autobahn genannt. Ein weiterer Langzeitwert lag bei 18,8 kWh. Das ist ordentlich und recht nah am offiziellen Wert. Man kann also sagen, dass der Leapmotor B10 bei der Effizienz keinen Bauchklatscher hinlegt. Für ein SUV dieser Größe ist das ein gutes Ergebnis.
Die Fahrmodi Komfort, Standard und Sport lassen sich anwählen, allerdings über das System und nicht per Direktwahltaste, sofern man sich keine individuelle Belegung anlegt. Dazu lässt sich die Lenkung separat einstellen, ebenso das Bremsverhalten beziehungsweise die Rekuperation. Ein One Pedal Driving Modus soll per Over the Air Update noch folgen. Diese Flexibilität ist grundsätzlich gut, zeigt aber erneut, dass man sich auf die Software als zentrales Element der Fahrzeugbedienung einlassen muss.
Insgesamt hinterlässt der Leapmotor B10 Pro Max fahrdynamisch keinen adrenalinhaltigen, aber einen stimmigen Eindruck. Er fährt sich angenehm, ausreichend flott und klar komfortorientiert. Wer hier einen Elektro Hot Hatch auf Stelzen sucht, ist falsch. Wer ein solides Elektro SUV mit ordentlicher Reichweite, gutem Komfort und akzeptabler Effizienz sucht, dürfte sich im B10 schnell zuhause fühlen.
Assistenzsysteme
Bei den Assistenzsystemen bietet der Leapmotor B10 Pro Max ein ordentliches Paket, das im Alltag hilft, aber nicht in jedem Punkt restlos überzeugt. Der adaptive Tempomat ist an Bord und übernimmt in Verbindung mit dem Spurzentrierassistenten einen Teil der Längs und Querführung. Das klingt zunächst stark, in der Praxis wurde die Spurzentrierung jedoch nicht als besonders präzise beschrieben. Der Assistent verhindert zwar zuverlässig, dass das Auto über die Fahrbahnmarkierungen hinausdriftet, hält den Wagen aber nicht immer perfekt in der Mitte.
Auch das Wiederbeschleunigen mit aktiviertem Tempomat wurde als eher zurückhaltend geschildert. Verlässt das vorausfahrende Fahrzeug den Radarbereich, braucht der B10 offenbar einen Moment, bis er wieder entschlossen Fahrt aufnimmt. Das ist kein Drama, zeigt aber, dass die Abstimmung nicht ganz auf dem Niveau der besten Systeme im Markt liegt.
Positiv fällt die Verkehrszeichenerkennung auf, die im Test gut funktioniert hat. Das ist im Alltag durchaus wertvoll, weil solche Systeme inzwischen häufig an der Detailarbeit scheitern. Wenn sie zuverlässig arbeiten, nimmt man sie gern mit. Hinzu kommt die Warnung vor Fahrzeugen im toten Winkel über ein Symbol in der Spiegelfläche. Hier wurde allerdings erwähnt, dass die Warnung recht spät einsetzt, nämlich erst dann, wenn sich das andere Fahrzeug schon ungefähr auf Höhe der eigenen Hinterachse befindet. Auch hier also: nützlich, aber mit Luft nach oben.
Die Rückfahrkamera gehört ebenfalls dazu. Sie zeigt nicht nur die klassischen Linien, sondern reagiert mitlenkend auf die Lenkradbewegung. Außerdem kann der Fahrer zwischen 3D und 2D Darstellung wechseln. Besonders interessant ist die transparente Fahrzeugdarstellung, bei der gewissermaßen der Blick unter das Auto simuliert wird. Das kann beim Rangieren an Kanten oder in engen Situationen wirklich hilfreich sein. Dazu kommen Zentimeterangaben zu Hindernissen. Das ist nicht nur pfiffig, sondern praktisch.
Der Blick nach hinten ist durch die Heckscheibe eher eingeschränkt, was die Bedeutung von Kamera und Spiegeln erhöht. Der Innenspiegel erfasst die Scheibe zwar vollständig, die eigentliche Sicht nach hinten bleibt aber begrenzt. Umso wichtiger ist, dass die Assistenzsysteme rund ums Rangieren ordentlich arbeiten.
In Summe bietet der Leapmotor B10 Pro Max also moderne Assistenz, die dem Fahrzeug gut zu Gesicht steht und in vielen Situationen hilft. Die Systeme machen ihren Job, nur eben nicht immer mit der letzten Eleganz oder Präzision. Für den Alltag reicht das gut, für Begeisterungsstürme eher weniger.
Fazit der Kaufberatung des Leapmotor B10 Pro Max
Der Leapmotor B10 Pro Max ist ein Auto, das man leicht unterschätzen könnte. Junge Marke, vergleichsweise frischer Name im Markt, viel China im Hintergrund und ein Preis, bei dem manche sofort misstrauisch werden. Nach den vorliegenden Daten und Eindrücken ergibt sich aber ein ziemlich klares Bild: Dieses Elektro SUV ist kein Schnellschuss, sondern ein sehr ernst gemeintes Angebot.
Zu den Stärken zählen das gute Platzangebot, der alltagstaugliche Kofferraum, die ordentliche Reichweite, die solide Effizienz und der konkurrenzfähige Preis. Dazu kommen Details wie Wärmepumpe, Vehicle to Load, ein brauchbares Infotainment, drahtloses Apple CarPlay und Android Auto sowie ein im Fall der Design Ausstattung überraschend ordentliches Soundsystem. Auch die Fünf Sterne beim Euro NCAP Crashtest sprechen klar für den Wagen.
Im Innenraum gefällt die Übersichtlichkeit, auch wenn die nahezu komplette Verlagerung der Bedienung auf den Touchscreen nicht jeden überzeugen wird. Einige Lösungen sind modern, andere unnötig umständlich. Das gilt besonders für Dinge wie Spiegelverstellung oder die Kartenlogik beim Öffnen. Der fehlende Heckscheibenwischer ist ebenfalls so ein Detail, das im Alltag mehr nervt, als man es in einem ersten Rundgang vielleicht vermuten würde.
Fahrdynamisch bleibt der Leapmotor B10 ehrlich. Er ist nicht sportlich und will das auch gar nicht sein. Er fährt sich komfortabel, ausreichend flott und im Alltag angenehm. Die Windgeräusche auf der Autobahn sollte man allerdings vor dem Kauf bewusst wahrnehmen. Das gehört zu den Punkten, die man bei einer Probefahrt nicht weglächeln sollte. Gleiches gilt für die nur mäßige Sitzheizung und die nicht perfekte Abstimmung mancher Assistenzsysteme.
Trotzdem bleibt am Ende ein positives Gesamtbild. Gerade im Vergleich zu den genannten Mitbewerbern macht der Leapmotor B10 vieles richtig. Er bietet Reichweite, Raum und Ausstattung zu einem Kurs, bei dem man ins Grübeln geraten kann, ob die etablierte Konkurrenz beim Elektro SUV nicht teilweise ein bisschen zu selbstbewusst kalkuliert. Oder etwas flapsiger gesagt: Der Leapmotor B10 klopft nicht schüchtern an die Tür des Marktes, er steht schon im Wohnzimmer und fragt, warum die anderen für weniger Akku mehr Geld sehen wollen.
Für wen eignet sich der Leapmotor B10 Pro Max besonders? Für Käufer, die ein modernes Elektro SUV mit gutem Raumangebot suchen, keinen Prestigefetisch haben und bereit sind, sich auf eine sehr digitale Bedienlogik einzulassen. Wer ein unkompliziertes, vernünftiges und in vielen Punkten erstaunlich rundes E Auto für Alltag, Familie und Pendelstrecke sucht, sollte den Leapmotor B10 definitiv nicht ignorieren.
Unter dem Strich ist die Kaufberatung zum Leapmotor B10 Pro Max deshalb positiv. Das Auto hat Ecken und Kanten, aber keine, die seine grundsätzliche Attraktivität zerstören. Im Gegenteil: Gerade weil der Wagen nicht versucht, etwas anderes zu sein als ein vernünftiges, gut ausgestattetes Elektro SUV mit fairer Preisidee, wirkt er erstaunlich schlüssig. Wer mit den genannten Schwächen leben kann, bekommt hier ein interessantes Gesamtpaket, das in seiner Klasse sehr ernst genommen werden sollte.

