Fahrbericht / Video: Mercedes-Benz 350 ML Bluetec 4MATIC

258 PS plus 1 bzw. 2 PS hat der Mercedes-Benz 350 ML Bluetec 4Matic – wenn er noch ein, zwei Pferdchen hinter sich herzieht. Denn das ist der kraftvolle Diesel in erster Linie: eine Zugmaschine.

3,5 Tonnen können angehängt werden, das Dach verträgt weitere 100 Kilo an Gepäck und generell  kann der SUV 750 Kilogramm Zuladung verpacken. Zu einem riesigen Gähnen ist der Mercedes-Benz 350 ML Bluetec 4Matic außerdem fähig. Seine Heckklappe schwingt sehr hoch, und der Kofferraum kann über 2000 Liter schlucken, wenn die Rücksitze umgelegt sind.

620 Newtonmeter und ein 3-Liter-V6-Motor tun ihr Übriges, um gut voranzukommen. Und das Vorankommen gestaltet sich wahrlich komfortabel, vor allem, wenn man eine gehobene Ausstattung fährt, wie sie uns zur Verfügung gestellt worden ist. Da machen so Features wie Sitzheizung- und Klimatisierung, Massagefunktion, beheiz- und kühlbare Cupholder oder Lenkradheizung aus der Zugmaschine auch ein tolles Reisefahrzeug. Rückenschmerz adé, selbst bei langen Strecken. Wir  mögen die direkte Lenkung und das automatische Schaltgetriebe 7-G-Tronic, alles perfekt aufeinander abgestimmt.

Zum Komfort tragen auch die sechs (!) verschiedenen Fahrwerk-Modi bei, im Gelände macht er sich dann genauso prima wie im Sport-Modus. (Es kostet allerdings etwas Überwindung, dieses schicke Auto über Rumpelstrecken zu bewegen. Gut zu wissen aber, dass er kann, wenn man wollte). 224 km/h Spitze schafft er, wobei der gut gedämpfte Motor nie aufdringlich wird. Mercedes-Benz gibt den Verbrauch mit durchschnittlich 6,8 Litern an, gut, wir haben 11 daraus gemacht.

Langweilt sich der Beifahrer, kann er Filme schauen – mithilfe der „Split-View-Funktion“ des Infotainmentsystems Command Online, also ein Split-Screen, sodass der Fahrer nicht abgelenkt wird.

Der in Alabama (Tuscaloosa) SUV wird vor allem in den Staaten verkauft, das verwundert nicht weiter. Apropos verkaufen: Hierzulande geht es preislich bei knapp 60 000 Euro los, allerdings kann man schnell die 90 000-Euro-Grenze knacken – lohnenswert ist es ehrlich gesagt schon.